Vollbetrieb verlängert

Bei Gruber & Kaja fällt in vier Wochen der Vorhang

Es bleibt ein Zittern bis zum Schluss! Nachdem die Rettung für Gruber & Kaja in St. Marien scheiterte, hätte das Werk nur noch bis Ende Jänner im Vollbetrieb laufen sollen. Nun fällt der Vorhang für die meisten der 200 Mitarbeiter erst in vier Wochen.

Nachdem alle Hoffnungen zerplatzt waren, war am 17. Jänner das Aus für Gruber & Kaja besiegelt. Nach der bitteren Entscheidung hieß es zuerst, dass der Betrieb im Werk in St. Marien nur noch bis Ende Jänner voll läuft, dann Stück für Stück die Lichter ausgehen. Nun verriet Masseverwalter Gerhard Rothner: „Wir werden noch bis Ende Februar voll produzieren.“

In Gesprächen mit Audi
Der Anwalt ist in finalen Gesprächen mit Fahrzeughersteller Audi, der nach wie vor auf die Dienste des Metallteileproduzenten mitsamt seinen 200 Mitarbeitern setzt und auch für die Verluste gerade stehen muss, die bei der Abwicklung der Aufträge entstehen. „Es ist beeindruckend, mit welcher Disziplin und Genauigkeit die Beschäftigten hier nach wie vor arbeiten“, schwärmt Rothner, der die Produktion in St. Marien nun erst in vier Wochen schrittweise herunterfahren wird.

“Wenigstens jetzt herrscht Klarheit“
Bürgermeister Helmut Templ, der mit Gruber & Kaja den größten Arbeitgeber und damit auch Kommunalsteuerzahler verliert, ist getroffen: „Mir tut’s wahnsinnig leid für die Mitarbeiter, die so motiviert hinter dem Betrieb gestanden sind.“ In der Gemeinde wird viel diskutiert, ob das Aus nicht zu verhindern gewesen wäre. „Gruber & Kaja hat immer schon gekämpft, jetzt ist es zu spät, herrscht wenigstens für die Beteiligten Klarheit“, sinniert Templ. Nachsatz: „Es heißt, dass viele Mitarbeiter nach dem Ende schnell neue Jobs haben werden - hoffentlich ist das wirklich so.“

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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Dienstag, 18. Februar 2020
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