Biber-Damm Abriss

Land stoppte Pfusch-Aktion

Wirbel in Natternbach! Bürgermeister Josef Ruschak (VP) ordnete den Abriss eines Biber-Dammes an. Problem: Die „Burg“ befindet sich auf einem Areal der WWF-Naturschützer. Obwohl das Naturschutzreferat des Landes in letzter Sekunde die Aktion stoppte, könnte es ein gerichtliches Nachspiel geben

Sachverhalt wird von WWF geprüft
„Es ist nicht das erste Mal, dass auf unserem Grundstück in Natternbach versucht wird, den Damm abzureißen. Wir werden uns den Sachverhalt nun genau anschauen und entscheiden, wie wir weiter vorgehen“, ist WWF-Artenschutzexpertin Christina Wolf-Petre entsetzt.

Rechtswidrige Anordnung
Ein Bagger-Unternehmen kreuzte kürzlich mit dem Auftrag auf, die Burg zu zerstören. In letzter Sekunde verhinderte das Naturschutzreferat des Landes mit LH-Vize Manfred Haimbuchner (FPÖ) an der Spitze die Aktion. „Ich bin erschüttert, dass eine Gemeinde die Zerstörung eines Biberdammes auf Privatgrund rechtswidrig anordnet. Zum Glück konnte durch die Wachsamkeit eines Gemeinderates und einiger Anwohner die illegale Zerstörung noch verhindert werden“, ist auch Haimbuchner fassungslos.

Bürgermeister lässt sich Anschuldigungen nicht gefallen
Nicht weniger emotional reagiert auch der Bürgermeister. „Das ganze ist eine Sauerei und eine Verleumdung. Ich lasse mir das sicher nicht gefallen“, fühlt sich Ruschak im Recht. Er sieht einer Anzeige gelassen entgegen. „Es ist ja nichts passiert. Aber manchmal muss man als Bürgermeister regulierend eingreifen. Der Biber braucht nicht unbedingt genau diesen Damm, um zu überleben!“

Abriss hätte nicht auf WWF-Gelände erfolgen sollen
Ruschak betont, dass der Abriss gar nicht vom WWF-Gelände aus erfolgen hätte sollen, sondern vom gegenüberliegenden Ufer. „Dieses gehört einem anderen Besitzer!“ Vom WWF hingegen heißt es, dass beide Ufer des Bachs der Naturschutzorganisation gehören

Mario Zeko
Mario Zeko
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