Vernetzungstreffen

OÖ ist Spitze: Digitale Gewalt fordert Lehrer

„Auch wenn Jugendliche heute mit den digitalen Medien aufwachsen, brauchen sie Unterstützung. Wir müssen ihnen den richtigen Umgang mit ihren Smartphones und Tablets beibringen“, erklärt Andreas Riedl von der oö. Bildungsdirektion anlässlich des 6.…Vernetzungstreffens für Pädagogen unter dem Titel „Gewalt – Schule – Medien“ im Linzer Schloss. Es ist ein einzigartiges Netzwerk.

Tausend Nachrichten in einer einzigen Nacht in der Klassen-WhatsApp-Gruppe, darunter Nazifotos und sogar Kinderpornos – so kann, wie berichtet, der digitale Alltag eines Zwölfjährigen aussehen. „Das Land OÖ hat bereits relativ früh erkannt, dass diesen Gefahren gegengesteuert werden muss und schon 2010 das Projekt ,Gewalt – Schule – Medien‘ ins Leben gerufen, das zum Ziel hat, die Pädagogen auf die neuen Herausforderungen der digitalen Medien vorzubereiten“, so LH-Vize Bildungsreferentin Christine Haberlander: „Bisher wurden mehr als 500 Lehrkräfte einschlägig ausgebildet und arbeiten als Multiplikatoren direkt an den Schulen.“ Konkret geht es um die NMS und PTS.

Einzigartige Institution in Europa
Peter Eiselmair, Geschäftsführer der Education Group entwickelte das Projekt und strahlte, als der Gastredner, die Digital-Koryphäe Wassilios Fthenakis ausdrücklich seine Arbeit lobte: „Die Education Group ist eine einzigartige Institution in Europa.“ Fthenakis ist ein echter Vordenker, der für die Stärkung der digitalen Kompetenz des Nachwuchses eintritt und dabei auch die Eltern ins Gebet nimmt - mehr dazu im Interview.

Kinder leiden lange, bevor sie aufschreien
Etwa dreimal im Jahr ist Philipp Eibl, Klassenvorstand in der NMS Kreuzschwestern in Linz, mit digitalem Mobbing konfrontiert. „Als Lehrer kriegt man es meist erst mit, wenn das betroffene Kind bereits einen langen Leidensweg hinter sich hat.“

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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Donnerstag, 27. Februar 2020
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