29.01.2020 10:00 |

Mehr Stau

Ausbau vom A1-Anschluss in Hagenau auf Eis gelegt

Die Autobahnabfahrt Hagenau wird vorerst nicht zu einem Halbanschluss ausgebaut. Das haben Verkehrslandesrat Stefan Schnöll, die Stadt Salzburg, Bergheim und Asfinag beschlossen. Der bestehende Kreisverkehr hätte eine zusätzliche Belastung nicht mehr vertragen und zu weiteren Staus geführt.

„Es kommt für mich einfach nicht in Frage, den Pendlern in der Früh noch mehr Stau zuzumuten. Das wäre eine augenscheinliche Verschlechterung für die täglichen Arbeitspendler, da der bestehende Kreisverkehr schon jetzt überlastet ist“, sagt Stefan Schnöll. Man wolle zuerst Verbesserungen des Verkehrsflusses im bestehenden System umsetzen. „Erst danach wird sich entscheiden, ob die genehmigte Variante für den Halbanschluss überhaupt noch denkbar ist“, so Schnöll. Bereits im Juni 2019 hätte die Abfahrt zu einem Halbanschluss mit einer Unterführung unter der A1 und einer Auffahrt in Richtung München ausgebaut werden sollen. Der derzeitige Kreisverkehr kann nicht noch mehr Verkehr aufnehmen. Andere Varianten erschienen bisher als nicht möglich, sollen nun trotzdem geprüft werden.

Unfallforscher Gerhard Kronreif begrüßt die Entscheidung des Landesrats. Er hat schon lange vor der bisher geplanten Lösung gewarnt: „Wegen des kurzen Beschleunigungsstreifens hätte es eine massive Unfallhäufung gegeben. Dazu wäre es zu einem enormen Rückstau gekommen, weil die Steigung bei der Auffahrt den Schwerverkehr deutlich gebremst hätte.“

Experte: Auffahrt über die Salzachbrücke
Er bevorzugt stattdessen eine Variante über die Salzachbrücke. „Eine Anbindung parallel zur Autobahn, über die Salzachbrücke bis zum Anschluss Messe wäre wesentlich vernünftiger und sicher die beste Variante“, rät Kronreif. Schnöll will nach Evaluierung der Möglichkeiten weitere Schritte setzen.

F. Roittner

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