07.07.2010 12:32 |

7.000 Mitglieder

Salzburgs Landjugend feiert 60. Geburtstag

7.000 Mitglieder zählt die Landjugend in Salzburg. Nach dem Krieg gegründet, um landwirtschaftliches Wissen zu vermitteln, hat sich die Organisation in 60 Jahren stark verändert. Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau wird hier seit Jahrzehnten gelebt. Die "Krone" sprach mit Landesleiterin Marianne Mieser (Bild).

Gleich nach dem Zweiten Weltkrieg fing alles sehr Amerikanisch an. Die "4-H-Clubs" standen für "Mit Hand, Herz, und Hirn für die Heimat" und wurden schon 1950 in "Landjugend" umbenannt. "Damals Hauptsächlich als Bildungsorganisation. Das Wissen sollte an die Jugend weiter gegeben werden. Dazu gehörten Zuchtversuche oder wie man die Buchführung auf einem Hof macht. Und wie man von der Landwirtschaft leben kann", weiß Marianne Mieser (24). Sie ist seit zwei Jahren Landesleiterin der Landjugend Salzburg. Zusammen mit Franz Winkler (27/Bild), denn Gleichberechtigung steht bei ihnen nicht nur in den Statuten und verstaubt dort.

Wenn die rund 7.000 Mitglieder der Salzburger Landjugend am kommenden Samstag in Bischofshofen mit einem großen Konzert der Querschläger und einem Sternmarsch aus allen Bezirken ihren 60. Geburtstag feiern, wird auch Bilanz gezogen. "Wir besinnen uns gerade wieder zurück auf die Bildung. Nur dass es im neuen Jahrtausend um Persönlichkeitsbildung geht", verrät Mieser.

"Flirtseminare" für Mitglieder
So geht die Landjugend mit der Zeit, bietet zum Beispiel "Flirtseminare" an, sozusagen Bauer sucht Frau auf einer sympathischen Ebene. Dabei stimmt das nicht ganz, denn "inzwischen kommen die Hälfte der Mitglieder aus dem nicht-landwirtschaftlichem Bereich", weiß die Landesleiterin.

"Ich trat mit 15 Jahren ein. Meine vier Geschwister waren auch dabei, da war es für mich selbstverständlich. Und es macht immer wieder Freude zu sehen, wie so viele ihre Freizeit ehrenamtlich opfern und dann zufrieden nach Hause gehen."

Kronen Zeitung

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