27.01.2020 18:54 |

Batterie-Fehlfunktion

Fernsehsatellit droht im Erdorbit zu explodieren

Ein von Boeing gebauter und vom US-Pay-TV-Anbieter DirecTV betriebener Satellit droht als Folge einer Batterie-Fehlfunktion in der Erdumlaufbahn zu explodieren. Um mögliche Schäden an anderen Satelliten zu minimieren bzw. zu vermeiden, hat die US-Regierung der Firma gestattet, den Satelliten vorzeitig in eine höhere Umlaufbahn zu bringen.

Der Satellit mit dem Namen „Spaceway-1“ kreist bereits seit 2005 in einer geostationären Bahn rund 35.400 Kilometer über der Erde und bot jahrelang hochauflösende Fernsehübertragung, bevor er vom Unternehmen DirecTV zu einem Ersatzsatelliten degradiert wurde.

Satellit wird in „Friedhofsorbit“ verlagert
Im Dezember habe es eine „schwerwiegende Anomalie“ gegeben, die zu einer „irreversiblen thermischen Beschädigung“ der Batterien von „Spaceway-1“ geführt hätten, schrieb ein Vertreter von DirecTV vergangene Woche in einer Meldung an die Federal Communications Commission (FCC), eine US-Behörde, die die Kommunikationswege Rundfunk, Satellit und Kabel regelt. Sie hat dem Unternehmen vor einer Woche gestattet, den Satelliten auf eine 300 Kilometer höhere Umlaufbahn, den sogenannten Friedhofsorbit, zu verlagern, wo er keine Gefahr für andere Satelliten darstellen kann.

Derzeit nutzt „Spaceway-1“ Strom, der durch die Sonnensegel erzeugt wird, doch wenn der Satellit ab 25. Februar für 35 Tage durch den Erdschatten fliegt, würde es laut Angaben von DirectTV unvermeidlich sein, dass er Energie aus der Batterie nutzt und die defekten Batteriezellen dabei explodieren. 

Deshalb soll „Spaceway-1“ möglichst rasch in den „Friedhofsorbit“ angehoben werden. Dort werde der restliche Treibstoff abgelassen und die Batterien entladen, um einer Zerlegung des Satelliten durch unkontrollierte Energiefreisetzung vorzubeugen, heißt es.

Wilhelm Eder
Wilhelm Eder
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