25.01.2020 09:29 |

Blutbad in Gaststätte

Sohn tötet Eltern und Verwandte: Erbe als Grund?

In wenigen Augenblicken wurde fast eine ganze Familie ausgelöscht: Nach den tödlichen Schüssen auf sechs Menschen in Baden-Württemberg rätseln Ermittler nun weiter, was den 26-jährigen Sportschützen zu solch einer Bluttat getrieben haben könnte. Erste Details sickerten am Samstag durch. Wie bekannt wurde, gab es einen bestimmten Grund, weshalb die Familie am Freitag in der Gaststätte in Rot am See zusammenkam ...

Jenes Wirtshaus, das am Freitag zum Tatort wurde, gehörte dem Vater des Schützen. Der getötete 65-Jährige habe allein mit seinem Sohn in dem Haus gelebt, berichtete die Polizei noch am Freitag auf einer Pressekonferenz. Die Mutter des Schützen sei aus dem Haus ausgezogen. Die 56-Jährige habe sich von dem Vater des Studenten scheiden lassen. Sie soll kurz darauf nach Offenburg gezogen sein, wo sie der 26-Jährige oft besucht hat.

Treffen nach Tod von Großmutter
Am Freitag soll die 56-Jährige mit ihrer erwachsenen Tochter und zwei kleinen Enkelsöhnen zu Besuch gekommen sein. Auch ein Onkel und eine Tante sollen anwesend gewesen sein, berichtet nun die „Bild“. Grund für den Besuch sei die Beerdigung der Mutter der 56-Jährigen. Eine Bekannte der Familie meinte dazu: „Ich habe erfahren, dass es das Treffen gab, weil die Oma verstorben ist. Es gab wohl Erbstreitigkeiten.“

Ob die Erbstreitigkeiten die tödliche Schießerei ausgelöst haben, klären jetzt die Ermittlungen der Mordkommission.

Täter stellte sich selbst
Der 26-Jährige soll am Freitagmittag in der 5600-Seelen-Gemeinde im Nordosten Baden-Württembergs sechs Verwandte mit einer Pistole erschossen haben. Kurze Zeit später rief der junge Mann selbst die Polizei. Die Waffe besaß er laut Ermittlern als Sportschütze legal.

Drei Männer und drei Frauen im Alter zwischen 36 und 69 Jahren, starben. „Unter den Toten sind die Eltern des Täters. Auch die anderen Opfer gehörten zur Verwandtschaft. Die Verhältnisse müssen aber noch geklärt werden. Wir gehen von einem Familiendrama aus“, erklärte der zuständige Polizeipräsident Reiner Möller.

Der Schütze wurde festgenommen und zur Polizeiwache gebracht. Er sollte im Laufe des Samstags einem Haftrichter vorgeführt werden.

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