DNA-Auswertung:

Findelkind-Eltern in Kartei der Polizei gefunden

Die leiblichen Eltern von Klein-Jonathan sind nun offiziell bekannt und an ihnen hängt es jetzt, ob das Lichtenberger Findelkind bald zu einer Adoptivfamilie kommt. DNA-Auswertungen führten zu Mama und Papa, deren Gen-Profile wegen ihres Vorlebens im Drogenmilieu in der Polizei-Kartei gespeichert waren.

In Verdacht hatten die Ermittler die 26-Jährige, die kurz vor der Kindesweglegung am 29. Dezember in einem Nachbarhaus in Lichtenberg eingezogen war, schon von Anfang an. Jetzt ist durch den DNA-Test bestätigt, dass sie die Mutter von Klein-Jonathan ist, der im Flur abgelegt worden war und durch sein Wimmern ein Paar auf sich aufmerksam gemacht hatte.

Auch Vater wurde entlarvt
Dass der Gentest auch den Vater „enttarnt“, damit hatten die Ermittler des Landeskriminalamts erst gar nicht gerechnet. Aber auch dieser ist, wie die Mutter, im Drogenmilieu unterwegs und wurde schon von der Polizei erkennungsdienstlich behandelt. Daher war sein DNA-Profil in der Datenbank gespeichert.

Keine Adoption ohne Einverständnis
Jetzt werden Mutter und Vater zur Vernehmung gebeten und ihre Daten werden auch an die Bezirkshauptmannschaft Urfahr-Umgebung übermittelt. Dort werden die Eltern befragt, ob sie Jonathan, der zur Zeit bei Krisen-Eltern untergebracht ist, zur Adoption freigeben. „Es wird das Einverständnis von Mutter und Vater benötigt, sonst kommt keine Adoption zustande“, sagt Karl Heuberger von Amt für Kinder- und Jugendhilfe des Landes Oberösterreich. Ein halbes Jahr Wartefrist wird ohnehin eingehalten, aber wenn es dann keine eindeutige Aussage der Eltern geben sollte, dann müsste ein Gericht entscheiden, wie es mit Jonathan weitergeht. Das bleibt ihm hoffentlich erspart.

M. Schütz, C. Tröster, Kronen Zeitung

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