05.07.2010 15:25 |

Heftige Regenfälle

Hochwasser und Murenabgänge im Ausseerland

Der Himmel über dem Ausseerland hat am Sonntag seine Schleusen geöffnet. Heftige Murenabgänge und Überschwemmungen waren die Folge. In den Straßen von Altaussee stand das Wasser teilweise bis zu einem halben Meter hoch, die Feuerwehren waren mit 150 Mann bis Montag früh im Dauereinsatz. Auf der Koppentallandesstraße zwischen Bad Aussee und Obertraun wurden drei Autos samt Insassen vorübergehend von Muren eingeschlossen.

"Ich werde bald 50, aber so viel Wasser habe ich bei uns noch nicht gesehen! Auch ältere Leute können sich an so ein Unwetter nicht erinnern", sagt Werner Fischer, der Feuerwehrkommandant von Altaussee. Einen halben Meter hoch war der Ort am Sonntagnachmittag überflutet, Montag früh begann es wieder stark zu regnen. Im gesamten Ausseerland gab es Hochwasserschäden zu verzeichnen.

Gefährliche Situation für Einsatzkräfte
Gegen 15.30 Uhr begann es in Altaussee zu schütten. "Meine Frau war in Bad Aussee, da hat es noch nicht geregnet", berichtete Fischer, der dann mit seinen Kameraden im Dauereinsatz war, um die Häuser vor den Wassermassen zu schützen. Der Kollerwald-, Lupitsch- und Trattenbach traten über die Ufer, die Fluten wälzten sich durch den Ort: "Es war nicht mehr zu erkennen, wo die Straße verlief und wo sich der Bach befand. Trotz unserer guten Ortskenntnisse war das für uns eine gefährliche Situation", berichtete Fischer. Und: "Wir haben aber mit Sandsäcken verhindert, dass Häuser beschädigt wurden."

Sehr dramatisch war die Situation auf der Koppentalstraße, die nach Obertraun (OÖ) führt. Dort sind Muren abgegangen: "Die Schlamm- und Geröllmassen lagen bis zu zwei Meter hoch. Drei Autos, darunter eines unserer Einsatzfahrzeuge, waren etwa zwei Stunden lang zwischen den Muren eingeschlossen. Mit drei Radladern wurde die Straße geräumt. Das Problem war, dass dort immer wieder neue Muren abgegangen sind", so der Abschnittskommandant Jürgen Schraml, der - so wie auch Bezirkskommandant Gerhard Pötsch - ebenfalls im Unwettereinsatz war. Die genaue Schadenshöhe durch die Unwetter im Ausseerland steht noch nicht fest.

Land beschloss Soforthilfe für Hochwasser-Orte
Den von den schweren Unwettern geplagten Menschen im steirischen Salzkammergut soll unbürokratisch Hilfe zuteil werden. Darauf einigten sich SPÖ und Volkspartei bei der Regierungssitzung am Montag. Die Soforthilfe soll ähnlich wie im oststeirischen Pinggau organisiert werden, wo nach Unwettern 545.000 Euro an Soforthilfe zur Auszahlung gelangen. In dieser Summe sei die Hilfe für Einzelfälle noch nicht enthalten, so Landeshauptmann Voves.

von Peter Riedler ("Steirerkrone") und steirerkrone.at

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