17.01.2020 12:09 |

Hoffnung in Australien

Erste Pflanzen sprießen aus verbranntem Boden

Während der lang ersehnte Regen die Lage um die Brände in Australien etwas entspannt hat, gibt die Natur bereits wieder ein erstes Lebenszeichen von sich. Wie Bilder vor Ort zeigen, sprießen in manchen Regionen bereits erste Pflänzchen aus dem verbrannten Boden.

Die längste Regenperiode seit Beginn der Brände lässt Australien ein wenig aufatmen. Zwar konnten dadurch nicht alle Feuer gelöscht werden, die Niederschläge helfen aber zumindest bei der Eindämmung der Flammen. Die Gefahr ist jedoch noch nicht gebannt. Experten des australischen Forschungszentrums Buschfeuer und Naturgefahren gehen davon aus, dass die Brände noch rund zweieinhalb bis drei Monate andauern werden.

Natur meldet sich zurück
Doch die Natur gibt ein klares Lebenszeichen von sich - nicht nur in Gebieten, in denen die Buschfeuer vor über einem Jahr gewütet haben, auch in Wäldern, die seit September 2019 von der Feuersbrunst betroffen sind. Australische Profifotografen entdeckten erste Pflänzchen, die zaghaft aus dem verbrannten Boden und auf den verkohlten Bäumen keimen.

Nährstoffreicher Boden ist Vorteil für manche Pflanzenarten
Das Feuer hilft einigen Pflanzenarten sogar beim Wachstum. „Während eines Feuers öffnen sich etwa die holzigen Kapseln des Eukalyptus und die darin enthaltenen Samen landen auf nährstoffreicher Asche“, erklärt die Biologin Ayesha Tulloch von der University of Sydney. Ein weiterer Vorteil für die Pflanzenwelt: Durch die Flammen sind auch viele Fraßfeinde verstorben, wodurch sich Eukalyptus, Grasbaum und Co wieder leichter verbreiten können.

Die verheerenden Folgen der Brände lassen sich immer noch nicht abschätzen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass bereits 1,25 Milliarden Tiere ums Leben gekommen sind und es Jahrzehnte dauern könnte, bis sich das gesamte Ökosystem wieder erholt hat.

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