15.01.2020 20:11 |

Strafe für Arbeiter

Fünf Verletzte bei Unfall: BMW-Fahrer war „high“

Der 26. August 2019 auf der B311 bei St. Veit: Ein Kroate (30) geriet mit seinem BMW auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit dem Auto einer deutschen Familie - fünf Verletzte. Dass er Cannabis konsumiert hatte, gibt er beim Prozess zu. Nicht aber die Schuld am Unfall

Der Angeklagte ist ein unbescholtener Arbeiter, der im Pongau lebt. An jenem August-Tag saß er am Steuer des BMW, als der Unfall geschah. Der Lenker selbst und ein Kind erlitten schwere Verletzungen, zwei weitere Kinder und eine Frau leichte. Dass er davor Cannabis konsumiert hat, gibt er zu: „Am Abend davor zum Schlafengehen“, wie er auf Frage von Richterin Christina Bayrhammer erklärt. „Es war aber viel mehr im Blut“, bemerkt die Richterin. Den Unfall will er jedoch nicht verursacht haben: „Ich glaube, dass der andere Lenker in meinen Wagen gerutscht ist“, sagt er in gebrochenem Deutsch.

Bewährungs- und Geldstrafe

Ganz anders der deutsche Familienvater und dessen Ehefrau: „Er kam von links angeflogen.“ Und auch ein Pongauer, der den Unfall sah, meint: „Meiner Meinung nach wollte er überholen.“ Doch der Angeklagte will es nicht glauben, erwähnt immer wieder andere Geschehnisse, die ihn plagen. Letztlich musste Frau Rat auch laut werden: „Sie dürfen nicht mit Cannabis im Blut fahren. Überlegen sie einmal: Was, wenn eines der Kinder gestorben wäre?“ Urteil: Fünf Monate auf Bewährung und 3600 Euro Geldstrafe. Plus 6000 Euro Schmerzengeld für die deutsche Familie. Nicht rechtskräftig.

Antonio Lovric
Antonio Lovric
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