Feuerteufel

Linzer zündete auch Wohnung von "Ex" und Kind an

Der schlimmste Feuerteufel in der oberösterreichischen Kriminalgeschichte hat nicht nur bei voest und Linz-Textil 19,4 Millionen Euro Schaden angerichtet. Der Linzer zündete nachts auch die Wohnung seiner "Ex" und seines Kindes an. Damit brachte der Rächer die schlafenden Mieter des siebenstöckigen Hauses in akute Lebensgefahr.

Wie berichtet, ist die 40-seitige Anklage fertig, doch der Häftling leugnet und die Unschuldsvermutung gilt. Laut Staatsanwalt hat die Attentatsserie am 8. Oktober '06 am Linzer Schießlgang begonnen, als der damals 21-Jährige von seiner Freundin den Laufpass bekommen hatte und aus Rache die Wohnung der Mutter seines Kindes in Brand steckte: 50.000 Euro Schaden! Die Feuerwehr rettete im Stock darüber eine 84-jährige Frau und zwei Katzen, zwei Kaninchen erstickten aber im Rauch.

Weil ein Elektrodefekt als Brandursache galt, konnte der Zündler   weitermachen: Der Leasing-Arbeiter soll im Frühjahr '07 in der voest Kurzschlüsse verursacht und Maschinen abgefackelt haben, weil ihn Kollegen geärgert hatten: 110.000 Euro Schaden. Im August '07 soll der schwer gestörte und leicht beleidigte Staplerfahrer das Auto des Freundes seiner "Ex" angezündet haben, im Oktober '09 begann dann die Anschlagsserie in der Linz-Textil mit zuerst 300.000 Euro Brandschaden.

Nach dem zweiten Großfeuer vom 14. Dezember wurde der Linzer gefeuert, weil er das Rauchverbot missachtet hatte. Er rächte sich verheerend, kletterte mit einer brennenden Zigarette über den Firmenzaun und zündete eine Werkshalle an. Ein Überwachungsvideo verriet den fünffachen Serientäter, der den 60-fachen Schaden jenes gefürchteten Feuerteufels anrichtete, der für 13 Anschläge in  St. Georgen an der Gusen seit zehn Jahren hinter Gittern büßt.

Kronen Zeitung

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