13.01.2020 06:00 |

Stadt zieht Bilanz

Ein Jahr Essverbot: Das ist keinem wurscht

Kebab, Thunfischpizza, Asianudeln mit fünf verschiedenen Soßen – sie haben in den Wiener U-Bahnen seit mittlerweile einem Jahr nichts mehr verloren. Nun zieht die Stadt Wien Bilanz: So kam es in dieser Zeit zu nur 647 Ermahnungen. Die neuen Essensregeln sind zwar keinem wurscht, aber die meisten halten sich daran.

Es ist ein Erfolg der Wiener Linien - und der „Krone“-Leser. Wir haben gefragt: Was wollen Sie bei der U6 ändern? Neben der Hitze in den Saunawaggons war das ein ganz klares Anliegen der Wiener: Weg mit Leberkässemmeln und Hamburgern aus den U-Bahnen! Die Stadt Wien setzte das vor einem Jahr um und zieht nun die erste Bilanz.

„Mir geht es um Rücksichtnahme“
„Mir geht es um Rücksichtnahme und ein Miteinander in den Öffis. Wer will schon Pizzareste, Ketchup und Co. auf den Sitzen oder den Geruch einer Asia-Nudelpfanne im überfüllten U-Bahn-Zug?“, erklärt Öffi-Stadträtin Ulli Sima (SPÖ).

Unabhängig davon, dass sie mit diesem Satz zugibt, dass die Waggons häufig überfüllt sind, hat das Essverbot viel zur Sauberkeit in den U-Bahnen beigetragen: In neuen Fahrgastbefragungen nehmen 83 Prozent der U-Bahn-Fahrgäste die Züge als sehr sauber wahr. Im Jahr 2016 lag der Wert noch unter 80 Prozent, heißt es.

Keine Strafen
Strafen werden bei der Missachtung des Essverbotes keine verhängt - die Wiener Linien setzen auf Kontrollen und humorvolle Werbesujets im Stile von TV-Serien wie „CSI“ oder „Cold Case“.

Michael Pommer, Kronen Zeitung

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