Bis vor Kurzem saß sie außerdem im Uni-Rat der Vetmed, der den Rektor aus einem Dreiervorschlag des Senats bestellt. Neben Hammerschmid standen Anton Mangstl von der Welternährungsorganisation FAO und der Schweizer Veterinärmediziner Marcel Wanner, bis vor Kurzem Vorstand des Vereins der veterinärmedizinischen Ausbildungsstätten Europas (EAEVE), im Dreiervorschlag des Senats.
Vorzeitige Ausschreibung der Rektoren-Stelle
Die Stelle für die Leitung der Vetmed war vorzeitig ausgeschrieben worden, eigentlich wäre die Amtszeit des scheidenden Rektors Wolf-Dietrich von Fircks noch bis Oktober 2011 gelaufen. Wegen "der Komplexität und dem Aufwand des internationalen Suchverfahrens" hatte dieser allerdings beim Uni-Rat angeregt, den Posten schon früher auszuschreiben und mit Oktober 2010 das Amt fließend zu übergeben. Dieser Entscheidung waren monatelange Querelen vorangegangen: Von Fircks wurde der Misswirtschaft beschuldigt, zuletzt allerdings von Gutachten entlastet.
Hammerschmid ist derzeit die einzige und insgesamt erst die zweite Frau an der Spitze einer staatlichen Universität. Die 2007 an der Universität für Bodenkultur zur ersten Rektorin einer Uni gewählte Ingela Bruner war Anfang 2009 von ihrem Amt zurückgetreten. Als Gründe gab sie "unüberbrückbare, unterschiedliche Auffassung mit dem Vorsitzenden des Senats bezüglich der Führung der Universität", "Mobbing" im Zusammenhang mit ihrer Krebserkrankung sowie "massive Versuche, mich einzuschüchtern" an - Vorwürfe, die von Senat und Uni-Rat zurückgewiesen wurden, die ihrerseits von "Führungsmängeln" und "nachweisbaren Unterlassungen und Fehlentscheidungen der Rektorin" sprachen.
"Ein neuer Typ von Wissenschaftsmanagerin"
Von März '08 bis Mai '10 gehörte Hammerschmid dem Universitätsrat als stellvertretende Vorsitzende an. Für den Unirat-Vorsitzenden Helmut Pechlaner ist Hammerschmied "ein neuer Typ von Wissenschaftsmanagerin, der vor dem Hintergrund sich verändernder Anforderungen an die Universität von heute stark nachgefragt ist". Sie vereine wissenschaftliche Expertise mit wirtschaftlicher Kompetenz. An Hammerschmid werde besonders ihre "absolute Zuverlässigkeit bei der Einhaltung von Zusagen" geschätzt.
Hammerschmid wurde 1968 in Oberösterreich geboren. Sie arbeitete am Anfang ihrer beruflichen Karriere sieben Jahre wissenschaftlich, bevor sie auf die Seite der Forschungsfinanzierung und Forschungspolitik wechselte. Beim aws war sie unter anderem für die strategische Entwicklung und Umsetzung von Förderprogrammen, insbesondere die kommerzielle Verwertung von Erfindungen der Universitäten sowie für die Förderung und Finanzierung von Unternehmen zuständig.
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