12.01.2020 10:00 |

Nicht wirtschaftlich

Güterverkehr bereitet Kopfschmerzen

Die Salzburg AG hat angekündigt, sich aus wirtschaftlichen Gründen aus dem Güterverkehr zurückzuziehen und stellt damit die Interessen der Aktiengesellschaft über die öffentlichen. Die Politik ist alarmiert und arbeitet schon länger an einer Strukturreform, um den Verkehr komplett in die öffentliche Hand zu legen.

Transporte von der Schiene auf die Straße zu verlegen, ist in Zeiten des Klimaschutzes und verstopfter Straßen der falsche Weg – aber der Güterverkehr auf der Schiene scheint für die Unternehmen finanziell wenig reizvoll. Die Salzburg AG hat in einer Mail an ihre Mitarbeiter mitgeteilt, sich daher Schrittweise aus diesem zurückzuziehen. Zu hoch und zu teuer wären die künftigen Investitionen gewesen.

Betrieben werden die Strecken, wie etwa zu Stiegl oder Kaindl, dann künftig von anderen Unternehmen, wie es schon in Hallein passiert ist.

Strukturreform soll Verbesserungen bringen
„Das Beispiel zeigt, wie wichtig es ist, den gesamten Verkehr wieder komplett in die öffentliche Hand zu bekommen“, sagt Verkehrslandesrat Stefan Schnöll und fügt hinzu: „Es geht dabei ums öffentliche Interesse.“ Eine Strukturreform sei bereits am Laufen und auch eine damit verbundene Förderung der Anschlussgleise, die den Schienentransport attraktiver machen soll, um Güter auf die Gleise zu verlagern und weg von der Straße. Diesen Trend hat es vor einigen Jahren schon gegeben. Aber gerade der billige Diesel in Österreich und die verhältnismäßig günstige Lkw-Maut haben diesen wieder zunichte gemacht.

Jetzt muss man neue Anreize finden, um den „alten“ Weg im Güterverkehr wieder ins Laufen und damit auf die Schiene zu bringen.

Felix Roittner

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