12.01.2020 12:35 |

Klimaschutz

Warum „Krone“-Redakteurin auf Fleisch verzichtet

Wurstlos glücklich: Seit zwei Jahren verzichtet „Krone“-Redakteurin Hannah Michaeler aus Gründen des Klimaschutzes auf Fleisch - und vermisst dabei gar nichts. Nicht einmal das Schnitzerl von der Oma.

Es begann als temporäres Experiment: „Nachdem ich im März 2018 eine Doku über die europäische Fleischmafia gesehen habe, war’s vorbei. Die Bilder von graugrünem Gammelfleisch, das - einfach heimlich umetikettiert - bei uns allen auf dem Tisch landen kann, hat bei mir ein Umdenken hervorgerufen“, erzählt „Krone“-Redakteurin Hannah Michaeler. Also hat sie über Nacht den Fleischkonsum einfach abgestellt. „Zunächst einmal nur für ein Monat. Ich wollte mir nicht zu viel vornehmen“, erinnert sich die Germanistik-Studentin.

Dass daraus nun schon fast zwei Jahre geworden sind, ist einfach erklärt: „Mir geht nichts ab, und ich habe nie das Gefühl zu verzichten“, sagt die 23-jährige Grazerin. Zudem sei ihr Motor ein starker: „Nachdem ich tiefer in die Materie eingetaucht bin, kann ich heute allein schon aus Klimaschutzgründen kein Fleisch mehr essen. Der Ressourcenverbrauch steht in keinerlei Relation, dazu kommt die geringe Wertschätzung für die Tiere und Bauern“, betont Michaeler.

Omas Schnitzel als letzte Fleischmahlzeit
Österreich ist ein Land der Fleischtiger: In der EU belegen wir mit einem Durchschnittsverbrauch von 65 Kilo pro Jahr Platz 3. Dass die Steirerin dennoch nicht das Gefühl hat, einer Gruppe von Exoten anzugehören, lässt sich (auch) mit ihrem Geburtsjahr erklären: „In meinem Freundeskreis ist sicher die Hälfte Vegetarier, viele ernähren sich auch vegan“, erzählt die junge Frau, die im obersteirischen Aflenz aufgewachsen ist. Dort hat sie übrigens ihre letzte Fleischmahlzeit genossen: ein Schnitzerl von der Oma Marianne.

Immer mehr vegetarisches Angebot
Jeder kann einen kleinen Beitrag leisten, um die Erde vor dem Kollaps zu bewahren, ist die Redakteurin überzeugt: „Auf Fleisch zu verzichten, ist eine der schnellsten und einfachsten Methoden. Und wenn einmal der Gusto kommt, dann gibt es genug Fleisch-Ersatzprodukte.“ Das Angebot an vegetarischem und veganem Essen werde außerdem immer mehr und besser - am Land genauso wie in Graz mit Restaurants wie Ginko, Parks oder Mangolds.

Barbara Winkler
Barbara Winkler
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