11.01.2020 09:00 |

Erhöhte Vorsicht!

Tirol: Falsche Polizisten wieder auf Abzocktour

Sie „ermitteln“ wieder in Tirol - skrupellose Betrüger, die sich am Telefon als Polizisten ausgeben und ihren auserwählten Opfern mit Lügenmärchen sprichwörtlich das Geld aus der Tasche ziehen wollen. Die echten Kriminalisten raten zu erhöhter Vorsicht im ganzen Land und bieten kostenlose Beratungstermine an.

Die fiese Masche ist nicht neu - lediglich die vorgegaukelten „Ermittlungsgründe“ ändern sich. Im Visier der Betrüger: „Fast ausschließlich ältere Personen“, erklärt Hans Peter Seewald vom Landeskriminalamt Tirol. Kontaktiert werden diese über das Festnetz - die Nummern dazu „fischen“ sich die Täter aus diversen Telefonverzeichnissen.

Zettel mit Namen und Adresse
Ist ein potenzielles Opfer gefunden, wird dem eine Lügengeschichte aufgetischt. Im Rahmen der aktuellen Betrugswelle behaupten die falschen Ermittler etwa, dass nach einem Raubüberfall mehrere Personen festgenommen worden seien und dass man bei diesen Notizzettel mitsamt Namen und Adresse des Angerufenen gefunden hätte. „Folglich versuchen die Täter, den Opfern Informationen über vorhandene Bargeldbestände oder Wertsachen wie Schmuck oder Goldbarren zu entlocken“, so Seewald.

Betrüger wollen Wertgegenstände „sichern“
Die bisher bekannten Betroffenen der jüngsten Serie wurden spätestens zu diesem Zeitpunkt misstrauisch und legten auf. Aber was hatten die „Fake-Polizisten“ vor? „Vermutlich wollten sie die Opfer zur Herausgabe von Wertgegenständen bewegen - unter dem Vorwand, diese vor möglichen Angriffen durch vermeintlich noch flüchtige Mittäter sichern zu wollen“, glaubt der Kriminal-Präventionsexperte.

Prävention: Kostenlose Beratungen
Seewald betont: „Geben Sie keine Details über Wertsachen, Kontostände und Bargeld bekannt. Die echte Polizei würde niemals am Telefon danach fragen“. Derartige Anrufe sollten generell sofort beendet werden. Keinesfalls auf derart dubiose Forderungen eingehen - bei Betrugsverdacht sofort Anzeige erstatten! Die Tiroler Exekutive bietet kostenlose kriminalpolizeiliche Beratungen an. Diese können über jede Dienststelle bzw. über das LKA (059 133-70 3333) angefordert werden.

Hubert Rauth
Hubert Rauth
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