In Begegnungszone

Auto rammte Kind und Mutter in Thalheim bei Wels

Mit ihrer Tochter (2) im Buggy überquerte eine Thalheimerin (32) in ihrem Heimatort die Straße auf der Querungshilfe einer Begegnungszone. Ein Einheimischer im Firmenauto übersah die beiden, rammte sie. Der Unfall endete glimpflich – doch im Vorjahr war in Oberösterreich jeder 6.Verkehrstote ein Fußgänger.

Mutter und Tochter mussten am Freitag nach dem morgendlichen Unfall zwar beide ins Krankenhaus . Das Kleinkind war aber zum Glück augenscheinlich nicht verletzt worden. Was war passiert? Ein 41-Jähriger war gegen 7.45 Uhr früh mit seinem Firmenauto auf der Raiffeisenstraße in seinem Heimatort Thalheim bei Wels unterwegs.

Kinderwagen fiel um
Er hielt an einer Kreuzung vor einer sogenannten Begegnungszone an. Zur Erklärung: In dieser sind alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt. Im gleichen Moment wollte auch die 32-Jährige mit ihrer Tochter im Buggy die Straße überqueren. Beim Losfahren dürfte der Autolenker jedoch Mutter und Kind übersehen haben und stieß sie nieder. Auch der Kinderwagen, in dem die Zweijährige lag, fiel um.

In zehn Jahren wurden 148 Fußgänger getötet
Dieser Unfall endete zum Glück glimpflich, doch das ist leider nicht immer so – in den vergangenen zehn Jahren wurden in Oberösterreich 148 Fußgänger bei Verkehrsunfällen getötet, im Vorjahr waren es 15 – das waren um sechs mehr als im Jahr 2018. Der Verkehrsclub Österreich fordert deshalb auch mehr Gehwege, mehr Verkehrsberuhigungen in Ortsgebieten und Tempo 30 statt 50. „Unser Verkehrssystem nimmt auf die schwächsten Teilnehmer viel zu wenig Rücksicht“, erklärt Christian Gratzer vom Verkehrsclub Österreich.

Lisa Stockhammer, Kronen Zeitung

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