Stadtparteien uneins

Grüne und VP sind gegen Seilbahnprojekt in Linz

Wie „Krone“-Leser bereits wissen, will die neue Regierung laut ihrem 326 Seiten dicken Programm die Nutzung von Seilbahnen als Verkehrsmittel forcieren. Kurios – der Resolution für das Linzer Projekt verschließen sich nun Schwarz und Grün.

Wer hätte das gedacht? Obwohl im Regierungspakt ganz klar zu lesen ist, dass man künftig „Technische Innovationen, insbesondere betreffend Ökoeffizienzsteigerung und Nutzung von Seilbahnen als Verkehrsmittel“ begrüßen will, und Linz sein Stadtseilbahnprojekt ja bereits in der Schublade hätte, hält man sich ausgerechnet bei Schwarz und Grün mit möglicher aufkommender Euphorie vornehm zurück. Denn FP-Stadtvize und Infrastrukturreferent Markus Hein hatte zwar alle Parteien dazu eingeladen, eine gemeinsame Resolution dahingehend zu unterstützen, doch gewinnen konnte er dafür lediglich SPÖ und Neos. „Die Grünen wollen andere Prioritäten setzen, die allerdings dem Linzer Süden nicht wirklich entlasten können und die ÖVP hat sich gar nicht erst zurückgemeldet“, so Hein.

Freiheitliche entschlossen
Dennoch wird die Resolution im nächsten Gemeinderat am 23. Jänner Thema, nachdem die Stadtseilbahn bei einer ersten Vorstellung der Machbarkeitsstudie im Bundesministerium im Herbst 2018 ja bereits schon einmal positiv aufgenommen und von der dort zuständigen Fachabteilung als echte Verkehrslösung betrachtet wurde. „Wollen wir den Süden entlasten und Lebensqualität zurückgeben, müssen wir den öffentlichen Verkehr endlich ausbauen. Eine U-Bahn wäre nicht zu finanzieren, freie Trassen für Schienenfahrzeuge gibt es nicht. Eine Seilbahn, die hoch über den Straßen verkehrt, wäre mit Hilfe des Bundes für Stadt und Land zu finanzieren“, zeigt sich der Freiheitliche entschlossen.

Mario Ruhmanseder, Kronen Zeitung

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