Landwirtschaft OÖ:

„Bessere Preise für Produkte ist Wunschkonzert“

Obwohl die junge Regierung die Landwirte stärken will, die Landwirtschaftskammer OÖ bei finanziellen Einbußen auf EU-Ebene nationalen Ausgleich fordert, tun sich unter Bäuerinnen und Bauern Ängste auf. Ein Zitterpunkt entsteht aus der geplanten teilweisen Umwidmung von Direktzahlungen zum „Umweltbeitrag“.

Das neue Regierungsprogramm, aber auch drohende Neuerungen in der „Gemeinsamen EU-Agrarpolitik“ (GAP) stellen unsere Landwirte - rund 33.000 Betriebe derzeit in OÖ - vor große Herausforderungen, wie gestern berichtet.

Umwidmung in Umweltbeitrag
Vieles ist auf nationaler Ebene zu gestalten, doch auch hier: Ängste. Karl Keplinger, Obmann Unabhängiger Bauernverband und Landwirt, fürchtet, dass durch die Umwidmung von 40 Prozent der GAP-Mittel in einen Umweltbeitrag ein erheblicher Teil der „Betriebsprämie pro Hektar“ schrumpft. „Die umgewidmeten Gelder sollen für einkommensunwirksame Maßnahmen, also etwa Saatgut und Maschinen, herangezogen werden, das bedeutet Einkommensverluste“, sagt Keplinger. In Deutschland würde die Umwidmung nur 6 Prozent betragen.

Preisdrücker EU-Abkommen
Dass bäuerliches Einkommen über höhere Produktionspreise steigen könne, sei ein „Wunschkonzert“: „Dafür haben wir zu viele Handelsabkommen wie Mercosur, die die Preise drücken.“ Neue kommen dazu. Derzeit verhandelt die EU etwa ein Freihandelsabkommen für Fleisch und Milch mit Australien und Neuseeland.

Elisabeth Rathenböck, Kronen Zeitung

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Dienstag, 29. September 2020
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