Demotivation, Gleichgültigkeit, gedrückte Stimmung - auch mit diesen Worten lässt sich offenbar ÖBB beschreiben. Mitarbeiter und Ehemalige berichten Schauriges über die Bundesbahnen und charakterisieren die Eisenbahngesellschaft als aufgeblähtes Proporz-Paradies, dessen Mitarbeitern "an der Front" allmählich der "Burn-out-Tod" droht.
"Es wird am völlig falschen Platz gespart"
So formuliert es ein "betroffener Bahn-Insider": "Während die Bahnverantwortlichen bei Management-Personalien nicht sparen, wird durch die rigorosen Einsparungen von Personal an der Front, Kürzung von Serviceleistungen, Reduzierung des Zug-Angebotes und der Infrastruktur natürlich am völlig falschen Platz gespart."
Ärger über hoch bezahlte Koalitionsgünstlinge
Auch der "parteipolitische Proporz" ist für die ÖBBler wie eine schallende Ohrfeige. Niemand kann verstehen, wieso Philipp Ita (ÖVP) und Niko Pelinka (SPÖ) jetzt groß abkassieren (siehe Infobox), "man den meisten Mitarbeitern aber keine Zukunft mit Beförderung bietet".
von Michael Pommer, Kronen Zeitung
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