Kennzeichnung fehlt

Konsumenten- und Tierschützer überprüften Pelze

Die Arbeiterkammer kritisiert, dass schadstoffreiche Echt-Pelzhauben auf Weihnachtsmärkten nicht ausreichend gekennzeichnet werden. Beim Lokalaugenschein im Volksgarten wurden Echt- und Kunstfelle gefunden, die großteils aus Polen und China kommen. Die Standler wissen oft selbst nicht, was in den Hauben steckt.

„Echte Felle können von Kunstpelzen leicht unterschieden werden. Die Haare von echten Bommeln fallen natürlicher. Man spürt es auch beim Angreifen. Die Kunstbommel fühlen sich trockener an. Mit Erfahrung erkennt man das“, sagt Standlerin Dagmar Ebner.

Mangelnde Kennzeichnung
Die Arbeiterkammer sieht das anders. „Tierpelze sind immer schwieriger von synthetischen zu unterscheiden. Wir wollen, dass dies auf den Produkten ordentlich gekennzeichnet wird, vor allem enthaltene Schadstoffe“, sagt Ulrike Weiß vom Konsumentenschutz. Auf Nachfrage bei einem „Krone“-Lokalaugenschein im Linzer Volksgarten konnte keiner der Verkäufer Auskunft über Schadstoffe wie Formaldehyd geben.

Hauben aus Polen und China
Das liegt auch daran, dass diese von den Produzenten nicht ordnungsgemäß ausgewiesen werden. Darauf verlassen sich die Verkäufer aber.Fast alle am Weihnachtsmarkt verkauften Hauben stammen aus Polen und China und werden von einem deutschen Großhändler vertrieben. Warum stehen Pelze unter Kritik? Laut Tierschützern wie den „Vier Pfoten“ müssen jährlich 100 Millionen Pelztiere für Modebekleidung ihr Leben lassen.

Hauben aus Nepal
Wolfgang Gruber verkauft am Christkindlmarkt, neben Kunstpelzhauben, auch Kopfbedeckungen aus Wolle. Diese werden in Nepal von Hausfrauen handgestrickt. Dafür reist er persönlich nach Asien und lässt dort nach Maß produzieren.

Rafael Beham

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