12.12.2019 11:00 |

Alternativ-Vorschlag

EU-Budget: Bauern hoffen auf die Finnen

Vorsichtiger Optimismus macht sich bei Salzburgs Landwirten breit: Finnland hat einen bauernfreundlicheren Alternativ-Vorschlag für das anstehende EU-Budget 2021-27 serviert! „Das würde für die Bauern keine Einschnitte bedeuten, die fehlenden Gelder könnten wir ausgleichen“, so Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP).

Die Engländer wählen heute, Donnerstag, ihr Unterhaus – und Salzburgs Bauern zittern: Der Ausstieg der Briten könnte, wie berichtet, auch herbe Einschnitte für das Salzburger Agrarbudget bedeuten! Anstatt der 100 Millionen Euro, die derzeit EU, Bund und Land jährlich als Agrarbudget zusammenlegen, wären es ab 2021 nur noch 86 Millionen Euro!

Außer: Die EU-Kommission geht auf eine Idee aus dem hohen Norden ein. „Die Finnen haben einen Alternativvorschlag für den EU-Haushaltsrahmen zwischen 2021-27 gemacht. Wir hätten damit 96 Millionen Agrarbudget für das Land“, sagt Landesrat Josef Schwaiger.

Land und Bund könnten die Budgetlücke füllen
Heißt : Genug Geld für die „Ländliche Entwicklung“ – also für Bergbauernförderung, Ausgleichszulagen und Co. „Bund und Land könnten die fehlenden vier Millionen Euro ausgleichen. Dann hätten wir wieder ein Budget in selber Höhe“, sagt Schwaiger. Auch Landwirtschaftkammer-Präsident Rupert Quehenberger kann dem Vorschlag etwas abgewinnen: „Der Weg geht in die richtige Richtung. Es kann nicht sein, dass unseren Bauern für die gleiche Leistung weniger Geld zusteht.“

Was nun wichtig ist? „Dass das Ganze endlich abgeschlossen wird und die neuen Programme vorgestellt werden – die Bauern arbeiten und planen langfristig“, meint Quehenberger.

Ähnlich sieht das Gertraud Schober, die mit ihrem Bruder die Mattigtaler Hofkäserei betreibt: „Gut wären vielfältige Fördermaßnahmen, die Perspektiven schaffen. Umstellungen sind oft mit hohen Investitionen verbunden, da sind gute Programme oft hilfreich.“

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