09.12.2019 09:07 |

EU-Projekt „Eurol2“

Training für den Kampf gegen die Balkan-Mafia

Bomben, Scharfschützen und Hinrichtungen auf offener Straße - der Krieg zweier montenegrinischer Drogenclans forderte mehr als 80 Tote in Europa, wie die Bluttat vor fast einem Jahr in Wien (die „Krone“ berichtete) verdeutlichte. Heimische Beamte waren nun zu Schulungs- und Trainingszwecken in Montenegro.

Ein Drogenkurier aus Wien sollte nach Montenegro reisen und Kokain-Pakete des Mafianetzwerks übernehmen. Die montenegrinischen Ermittlerkollegen wurden alarmiert! Ihnen gelang es, den Drogendeal zu vereiteln und vier Verdächtige zu verhaften. Ein erfolgreicher Schlag, der nicht in die Kriminalstatistik einfließen wird.

Österreicher in der Rolle der „Bösen“
Es handelte sich um eine Übung – unter realen Bedingungen. Nur Führungskräfte wussten über die Abläufe Bescheid. In die Rolle der „Bösen“ waren österreichische Ermittler geschlüpft. Im Schulterschluss mit Italien führt das heimische Bundeskriminalamt in Montenegro derzeit das Projekt „Eurol2“ durch.

Mit Schulungen und Trainingseinheiten will man den Kampf gegen die organisierte Kriminalität perfektionieren. Österreichische Ermittler haben den seit 2014 anhaltenden Klan-Krieg „Kavac gegen Skalijari“ im Visier. Die Fehde der montenegrinischen Drogenbanden mit 80 Toten macht auch vor Österreich nicht halt.

Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung

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