07.12.2019 15:30 |

Firma Walde

Nachhaltigkeitstrend kommt Seifengeschäft zugute

Die Familie Walde produziert und vertreibt seit 1777 in Tirol Seife. Heute hat die Firma einen treuen Kundenstamm an Hotels, Pensionen, Industriebetrieben und weiteren Unternehmen - auch die zwei Geschäfte in Innsbruck laufen gut. Vor allem, weil immer mehr Wert auf nachhaltige Produkte aus der Region gelegt wird.

„Es war natürlich von Generation zu Generation ein Auf und Ab“, blickt Peter Walde auf etwa 230 Jahre Firmengeschichte zurück. Das Unternehmen überstand zwei Weltkriege und selbst die 1970er Jahre, als Wasch- sowie Reinigungsseifen plötzlich durch Flüssigprodukte ersetzt wurden.

Der Geschäftsführer sieht zuversichtlich in die Zukunft: „Waschen ist schließlich ein Grundbedürfnis des Menschen.“ Selbst wenn Seifen eines Tages für überflüssig erklärt werden, ist die Firma längst nicht mehr von diesem Produkt abhängig: Inzwischen führt das Unternehmen Walde zusätzlich ein breites Sortiment an Hautpflegeprodukten.

Derzeit sieht es aber ganz und gar nicht nach einem Seifen-Ende aus: Immer mehr Personen achten beim Einkauf auf natürliche Produkte. „Seife ist durch ihre rückfettende Wirkung sehr gut für die Haut – dadurch wird ihre Austrocknung verhindert“, erklärt Walde. Ein Verkaufsschlager ist derzeit die „Tiroler Reine“, eine Seifenserie, die von Walde in Kooperation mit Therese Fiegl entwickelt wurde.

„Leute suchen kleine, regionale Unternehmen“
Aber auch neuere Produkte überzeugen die Kunden: Zum Beispiel festes Haarshampoo oder Deo-Cremes mit natürlichen Inhaltsstoffen und ohne Aluminium. „Der Trend zur Nachhaltigkeit und Regionalität kommt uns durchaus zugute“, gibt Walde Auskunft. Das kann auch Sohn Lukas, der mit Schwester Lisa frischen Wind in das Unternehmen bringt, bestätigen: „Junge Menschen legen Wert auf verpackungsfreie Produkte, die dem Körper gut tun – dafür geben sie auch gerne mehr Geld aus.“

Er möchte sich in Zukunft mehr auf Privatpersonen als Kundenstamm konzentrieren - derzeit ergibt sich etwa ein Viertel der Umsätze aus den beiden Walde-Geschäften in Innsbruck und der Rest aus dem Verkauf an Großkunden. „Die Leute suchen heute kleine, regionale Unternehmen“, sieht Lukas die richtige Zeit gekommen. Eine Expansion sei aber nie das Ziel gewesen und werde es auch nie sein. Sorgen um die Zukunft macht sich der baldige Nachfolger vorerst keine: „In irgendeiner Form wird es Seife immer geben, denn der Mensch wird sich immer waschen.“

Mirjana Mihajlovic
Mirjana Mihajlovic
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