05.12.2019 06:00 |

Ludwig greift durch

Erster IS-Kämpfer verliert die Staatsbürgerschaft!

Die „Krone“ hatte den Skandal aufgedeckt: Ein mutmaßlicher Wiener IS-Kämpfer (27) soll auf seinem Fronturlaub in Österreich frech 12.400 Euro Sozialhilfe kassiert haben. Jetzt ist der Austro-Türke Azad G. seinen rot-weiß-roten Pass los. Bürgermeister Michael Ludwig greift durch - Staatsbürgerschaft aberkannt!

Zur Vorgeschichte: Azad G. sorgte vergangenen März für Schlagzeilen, nachdem kurdische Soldaten den mutmaßlichen IS-Anhänger gefangen genommen hatten. In einem Video (siehe oben) gab sich der verdächtige heimische Terrorkrieger (27) dann ganz kleinlaut: „Ich hoffe, sie erkennen, dass ich reumütig bin.“ Nach und nach kamen aber weitere brisante Details zu dem jungen Austro-Türken (Doppelstaatsbürger) ans Tageslicht.

Schussverletzung in Wiener Spital behandelt
So kehrte Azad G. ein Jahr nach seiner Ausreise 2013 nach Syrien in seine Heimatstadt Wien zurück, um sich eine Schussverletzung mehrfach ambulant behandeln zu lassen. Doch der Steuerzahler durfte noch tiefer in die Taschen greifen: Denn während des Fronturlaubs kassierte der Dschihadist 885,47 Euro an Mindestsicherung ab - 14-mal, versteht sich ...

Zudem stand der IS-Fanatiker auf der „Schwarzen Liste“ beim Bundesheer. Nachdem er als Grundwehrdiener 2010 noch den Umgang mit einem Sturmgewehr gelernt hatte, hielt ihn die Armee für so gefährlich, dass der Milizsoldat nicht mehr zu Übungen einberufen wurde!

„Alle Rechte der österreichischen Staatsbürgerschaft verloren“
Dem Wiener Bürgermeister reicht es jetzt jedenfalls. „Wer sich einer Terrororganisation anschließt und an Kampfhandlungen des IS beteiligt, hat alle Rechte der österreichischen Staatsbürgerschaft verloren“, stellt Michael Ludwig klar.

Das Magistrat verschickte am Mittwoch den Bescheid zur Entziehung der österreichischen Staatsbürgerschaft. Weitere sechs derartige Verfahren laufen noch.

Christoph Budin und Michael Pommer, Kronen Zeitung

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