Christoph Kardinal Schönborn: "Hans Dichand war ein großer Publizist und Zeitungsmacher." Der Wiener Erzbischof, der in der "Krone" an Sonntagen eine eigene Kolumne hatte, würdigte vor allem Dichands Überzeugung, "dass Religion zum Menschen gehört", dass die "Geschichte Österreichs ohne die katholische Kirche nicht verständlich" sei und "dass die Botschaft des Evangeliums eine Antwort auf die Fragen des heutigen Menschen nach woher, wohin und wozu des Lebens" sein könne. Dichand seien die Menschen "mit ihren Sorgen und Freuden" ein Anliegen gewesen. Persönlich hätten ihn die Begegnungen mit Dichand immer wieder bewegt und beeindruckt - "trotz mancher inhaltlicher Differenzen". Dichand habe "die Seiten seiner Kronen Zeitung dem Evangelium ganz bewusst geöffnet und mir die Möglichkeit gegeben, an den Sonn- und Feiertagen das Evangelium den heutigen Lesern näher zu bringen", sagte der Kardinal dem Zeitungsmacher posthum Dank.
Werner Faymann, Bundeskanzler (siehe auch Video oben): "Hans Dichand war eine der großen Persönlichkeiten dieses Landes, ein begnadeter Blattmacher und Journalist, der im wahrsten Sinne des Wortes Geschichte geschrieben hat. Sein beruflicher und unternehmerischer Werdegang hat Österreich und seine Zeitungslandschaft geprägt. Sein Leben war, neben seiner Familie und den vielfältigen Interessen für Kunst und Kultur, wesentlich von der Gründung, dem Auf- und Ausbau der Kronen Zeitung bestimmt, die er zum auflagenstärksten und erfolgreichsten Blatt Österreichs machte. Er bestimmte die Medienlandschaft der 2. Republik wesentlich mit und lebte ein Leben für den Journalismus. Seine Familie und sein Beruf waren für Hans Dichand die Lebensmittelpunkte. Unsere Anteilnahme gilt seinen Angehörigen."
Josef Pröll, Vizekanzler (siehe auch Video oben): "Mit Hans Dichand verliert Österreich einen seiner herausragendsten Zeitungsmacher, der über alle Parteigrenzen hinweg geachtet wurde. Hans Dichand hat die österreichische Medienlandschaft nach dem Zweiten Weltkrieg wie kaum ein anderer geprägt. Auch wenn es manchmal grundlegende Unterschiede in der Bewertung politischer Zusammenhänge gab, hat sich gezeigt, dass Hans Dichand wie kein anderer ein Gespür für die Themen und die Stimmungen der Bevölkerung gehabt hat. Unser Mitgefühl gehört in diesen Stunden besonders seiner Familie."
Heinz Fischer, Bundespräsident: "Hans Dichand ist eine Persönlichkeit, die mehr als ein halbes Jahrhundert lang auf dem Mediensektor mit großem Einfluss tätig war und die Medienlandschaft entscheidend mitgeprägt hat." Der Bundespräsident wies auch auf das ausgeprägte Kunstinteresse Dichands hin. Der Familie Dichand drückte Fischer seine aufrichtige Anteilnahme aus.
Michael Häupl, Wiener Bürgermeister: "Mit Hans Dichand verliert Österreich nicht nur eine große Persönlichkeit, sondern auch den erfolgreichsten Zeitungsmacher der Nachkriegsgeschichte. Sein besonderes Gespür für politische Entwicklungen und die Meinung der Menschen quer durch unser Land, machten ihn zu einem der ganz Großen der Medienszene. Sein Erfolg wird weit über seinen Tod hinaus wirken. In dieser Stunde gilt aber unsere tiefe Anteilnahme und unser Mitgefühl der Familie und den Freunden von Hans Dichand."
Erwin Pröll, Landeshauptmann Niederösterreich: "Hans Dichand war ein mutiger und großer Zeitungsmacher in Österreich mit wachem Verstand und untrüglichem Spürsinn für die Geschichten, die Menschen bewegen. Hans Dichand genoss Respekt von allen Seiten und hatte immer großes Interesse an der Entwicklung Niederösterreichs. Sein Tod bedeutet den Verlust einer der wichtigsten Persönlichkeiten der österreichischen Publizistik der Nachkriegsära, die er Jahrzehnte lang geprägt hat."
Hans Niessl, Landeshauptmann Burgenland: "Österreich hat eine große Persönlichkeit und einen herausragenden Zeitungsmacher verloren. Dichand hat mit der Kronen Zeitung durch seine außergewöhnlichen journalistischen Fähigkeiten und seinen unermüdlichen Einsatz, den er bis zuletzt an den Tag gelegt hat, einen weltweit einzigartigen Erfolg geschafft. Durch sein Wirken zählt Dichand zu den prägendsten Persönlichkeiten der Zweiten Republik, er hat stets auch eine besondere Verbundenheit zum Burgenland gezeigt. Meine tief empfundene Anteilnahme gilt in diesen schweren Stunden der Trauer der Familie von Hans Dichand."
Gerhard Dörfler, Landeshauptmann Kärnten: "Österreich verliert einen legendären Medienzaren und Kärnten einen guten Freund, der immer eng mit dem Bundesland verbunden war. Dichand ist mit seiner Weisheit und Erfahrung nicht nur Visionär gewesen, sondern auch Mahner und Warner vor Fehlentwicklungen. Als bedeutender Medienmacher, Journalist und Autor ist er außerdem über Jahrzehnte hinweg meinungsprägend gewesen."
Barbara Prammer, Nationalratspräsidentin: "Hans Dichand hat als leidenschaftlicher Zeitungsmacher Spuren hinterlassen. Er hat in seinem langen publizistischen Schaffen Österreich auf seine Art mitgeprägt. In persönlichen Gesprächen hat Dichand sein ausgeprägtes Interesse für einen lebendigen Parlamentarismus ausgedrückt", erinnert sich Prammer. Auch sein starkes Engagement für Kunst sei bei dieser Gelegenheit spürbar geworden. Die Präsidentin drückte der Familie Dichands sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kronen Zeitung ihre Anteilnahme aus.
Eva Glawischnig, Grünen-Bundessprecherin: "Er war ein bedeutender Zeitungsmacher mit Schattenseiten, der Österrreichs Medienlandschaft über Jahrzehnte geprägt hat. In Grund- und Menschenrechtsfragen verfolgte Dichand zumeist Positionen, die bei vielen Menschen polarisierten und gegen die die Grünen deutlich Widerspruch erhoben. Auf der anderen Seite hat sich Hans Dichand bei manchen umweltpolitischen Themen wie Hainburg oder Gentechnik stark engagiert. Wir sprechen seiner Familie unser aufrichtiges Beileid aus."
Heinz-Christian Strache, FPÖ-Chef: "Mit Dichand hat Österreich einen großartigen Medienmacher und Menschen verloren, der das Land geprägt hat wie kaum ein anderer. Kennzeichnend für ihn ist seine enge Verbindung zur Bevölkerung gewesen, stets hat er sich der Sorgen und Anliegen der Bürger angenommen. Mit der Kronen Zeitung hat Dichand eine weltweit einzigartige Erfolgsgeschichte geschrieben. Mein ganzes Mitgefühl gilt in dieser schweren Stunde seinen Angehörigen."
Josef Bucher, BZÖ-Obmann: "Dichand hat sich nicht nur als Journalist und Zeitungsmacher einen großen Namen gemacht. Vor allem anderen war es die Liebe zu Österreich, die ihn stets ausgezeichnet hat. Stets hatte er das Ohr an der Bevölkerung - und er hat ganz bewusst mit der Kronen Zeitung über Jahrzehnte hinweg immer jene Themen und Problemkreise artikuliert, die den Österreicherinnen und Österreichern ein wichtiges Anliegen waren. Auch in dieser Funktion hat Hans Dichand die österreichische Politik und die Medienlandschaft nachhaltig geprägt und mitbestimmt, und er war zu Recht stolz darauf, diese Wirkung aus dem 'Vorhof der Macht' ausgeübt zu haben."
Karl Blecha, Präsident des Pensionistenverbandes: "Er war einer der großen Pioniere des Journalismus und einer der erfolgreichsten Blattmacher Österreichs. Ich hatte noch vor kurzer Zeit Kontakt mit ihm, Hans Dichand gab bis zuletzt die Richtung in der Kronen Zeitung vor. Sein journalistischer und unternehmerischer Werdegang schrieb Zeitungsgeschichte. Unsere Anteilnahme und unser Beileid gelten der Familie und Angehörigen."
Alexander Wrabetz, ORF-Generaldirektor (siehe auch Video oben): "Mit Hans Dichand verliert Österreich einen einzigartigen Medienmacher des Landes. Er war ein Vollblutjournalist mit Sendungsbewusstsein, der immer unbeirrt seinen eigenen Weg gegangen ist und seine Standpunkte vertreten hat. Er hat die 'Kronen Zeitung' zur auflagenstärksten Tageszeitung des Landes gemacht, die damit für viele Österreicher zu einem unverzichtbaren Bestnt: "Mit Hans Dichand ist eine wichtige Person des öffentlichen Lebens gestorben. Er hatte stets ein offenes Ohr für die Menschen, nahm sich in seiner Zeitung immer ihrer Interessen an und hat die politische Diskussion in Österreich geprägt. Auch wenn der Zugang zu verschiedenen Problemen manchmal unterschiedlich war, die Interessen der ArbeitnehmerInnen haben in der Kronen Zeitung ein Sprachrohr gefunden. Mein tiefes Mitgefühl gilt nun seiner Familie und seinen Angehörigen."
Christoph Leitl, WKO-Chef: "Mit dem Ableben von Hans Dichand verliert Österreich einen unermüdlichen Journalisten und Zeitungsmacher, der mit Leib und Seele bis zuletzt die Kronen Zeitung geprägt hat. Sein Lebenswerk nötigt tiefen Respekt ab. Jahrzehnte hindurch hat Dichand nicht nur seine 'Krone', sondern auch Österreich geprägt. Österreich verliert eine prägende Persönlichkeit. Mein Mitgefühl gilt in dieser traurigen Stunde der Familie und den Freunden von Hans Dichand."
Helmut Pechlander, WWF-Präsident: "Hans Dichand war über Jahrzehnte hinweg das papierene Sprachrohr der mitweltlichen aber stimmlosen Natur für Millionen Österreicher und Österreicherinnen. Der WWF erinnert dabei an die Kampagnen gegen das Atomkraftwerk Zwentendorf, gegen das Kraftwerk Hainburg, für die Errichtung der Nationalparks Donauauen und Seewinkel am Neusiedlersee. Unser Beileid und unser Mitgefühl gilt in diesen schweren Stunden den drei Kindern Hans Dichands und ihren Familien."
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