28.11.2019 09:00 |

„Homosexuelle Armada“

Song Contest ist Ungarns Regierung „zu schwul“

Ausgerechnet unsere bärtige österreichische Drag Queen Conchita Wurst, die 2014 die Eurovision Song Contest gewonnen und nach Österreich geholt hat, soll einer der Gründe dafür sein, dass sich die ungarische Regierung aus dem Bewerb zurückgezogen hat.

Der Song Contest geht im Jahr 2020 in der niederländischen Hafenstadt Rotterdam über die Bühne. Ohne Ungarn, wie bereits bekannt war. Jetzt wurden die Gründe publik.

„Homosexuelle Armada“
Das Land ist ausgestiegen, weil es den kultigen Gesangs-Wettbewerb für „zu schwul“ hält. Die Verbindungen des ESC mit der LGBTQ+-Kultur habe dazu geführt, dass der ungarische Sender MTVA kein Kandidaten-Casting mehr macht. Die Abkürzung LGBTQ+ steht für lesbisch, schwul, bisexuell, transgender, queer und asexuell.

Ein regierungsnaher Fernsehsender soll der „Daily Mail“ zufolge erklärt haben, dass der Song Contest eine „homosexuelle Armada“ sei, die die mentale Gesundheit der Ungarn gefährde. Der Bewerb sei „zu schwul“.

„Viele jungen Menschen denken, dass das etwas für Leute unter 18 ist, aber auf dieser Veranstaltung findet die Zerstörung des öffentlichen Geschmacks statt, wenn schreiende Transvestiten und bärtige Frauen teilnehmen“, soll der TV-Kommentator András Bencsik gesagt haben.

Noch kein heimischer Kandidat
Der Song Contest findet von 12. bis 16. Mai zum 65. Mal statt und steht unter dem Motto „Open Up“. Insgesamt 41 Länder nehmen teil. Auch Österreich ist in Rotterdam wieder mit von der Partie, wobei der heimische Kandidat oder die Kandidatin derzeit noch nicht feststeht.

In jedem Fall treffen die Halbfinalsaufsteiger am 16. Mai auf die „Big Five“ Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien, denen sich heuer die Niederlande als Ausrichter hinzugesellt.

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