Zu großer Ansturm

Mietbeihilfe: Pensionisten müssen auf Geld warten

Wien
23.11.2019 06:00
Porträt von krone.at
Von krone.at

206 Euro Mietbeihilfe im Monat erhält die Wienerin Maria Pikner von der MA 40 (Soziales), um nicht als Obdachlose auf der Straße zu landen. Doch für Oktober und November ist noch kein Geld da. „Ich habe 891 Euro, davon gehen 450 Euro an Wiener Wohnen. Ich muss umschichten, aber es wird richtig eng“, sagt die Mindestpensionistin.

Ein Rückstau sei für die verspätete Auszahlung des Zuschusses verantwortlich. Das hätte man ihr bei der MA 40 gesagt. „Sie hätten jetzt so viele Anträge und zu wenige Mitarbeiter, um das bewältigen zu können“, meint Pikner. Und: „Hunderte Rentner sind betroffen und warten aufs Geld.“

Immer mehr Anträge für Mietbeihilfe
Die zuständige Magistratsstelle will keine konkreten Zahlen nennen, bestätigt aber eine Mehrbelastung: „Allgemein beobachten wir, dass die Anträge auf Mietbeihilfe steigend sind.“ Melanie Hieblinger (MA 40): „Wir sind bemüht, die Verfahren zügig in der rechtlich festgelegten Maximalfrist durchzuführen.“ Die besagte Frist beträgt jedoch ein halbes Jahr.

Alex Schönherr, Kronen Zeitung

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