19.11.2019 11:30 |

22-Jähriger in U-Haft

Jetzt sitzt der nächste Raser ein

Wieder ist ein Bleifuß-Lenker hinter Gittern: Jener Porsche-Fahrer (22), der sich Freitagabend mit der Polizei eine Verfolgungsjagd lieferte (die „Krone“ berichtete). Dem Salzburger, der den Wagen seines Vaters schrottete, wird vorsätzliche Gemeingefährdung vorgeworfen. So wie einem Deutschen (60), der noch länger in U-Haft bleiben darf.

Der Salzburger (22) raste mit zwei Freunden (18, 22) am Freitagabend im Porsche Panamera seines Vaters auf der Stadtautobahn. Polizisten fiel das Auto schnell auf. Auf Anhalteversuche reagierte der Bleifuß-Lenker aber nicht, bretterte stattdessen auf der Tauernautobahn Richtung Villach davon. Die Tacho-Nadel kletterte auf bis zu 215 Stundenkilometer - drei Polizeiautos jagten hinterher. Die halsbrecherische Verfolgungsjagd zog sich über 40 Autobahn-Kilometer. Der Raser touchierte Verkehrszeichen und bei Kuchl sogar einen Autofahrer aus dem Tennengau. Trotz allem wollte er weiterfahren, konnte aber letztlich doch noch gestoppt werden.

Mehrere Vorwürfe gegen Raser

Den Führerschein hatte er längst verloren: In Deutschland saß er nämlich schon unter Kokain-Einfluss am Steuer. Neben dem Vorwurf der vorsätzlichen Gemeingefährdung nach Paragraf 176 StGB wird ihm auch Freiheitsentziehung vorgeworfen - im Hinblick auf seine zwei Mitfahrer, die ihn offenbar mehrmals baten, anzuhalten. Zudem muss er mit einer Reihe an Verwaltungsdelikten rechnen, heißt es von Polizeisprecherin Valerie Bachler. Derzeit ist der 22-Jährige in der Justizanstalt Puch in U-Haft.

Deutscher muss sitzen bleiben

Genauso wie ein Deutscher (60), der im Kokain-Rausch nach einer kurzen Geisterfahrt auf der A10 der Polizei davon raste. Und das 103 Kilometer weit bis nach Kärnten. Bei der Anhaltung feuerten Beamte sogar zwei Schüsse aus ihren Dienstwaffen ab. Nun hatte er seine Haftverhandlung: „Die U-Haft wurde bis zum 16. Dezember verlängert“, bestätigt Peter Egger vom Landesgericht.

Antonio Lovric
Antonio Lovric
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