Boden wird untersucht

Trotz Protestwelle wird Starkstrom-Leitung gebaut

Auf dieses verfrühte Weihnachtsgeschenk hätten viele Innviertler liebend gern verzichten können. Die Netz Oberösterreich beginnt diese Woche mit den Bodenuntersuchungen für die 110-kV-Freileitung von Ried nach Raab. Damit ist der Startschuss für den Bau gefallen, die Forderung nach einem Erdkabel vom Tisch.

„20 Jahre Mühe und Plage der vielen Betroffenen waren umsonst. Ich kann nur mein riesengroßes Bedauern aussprechen und darauf hinweisen, dass es im Landtag von der ÖVP ein Versprechen gegeben hat, dass es mit ihr keine massenhaften Enteignungen beim Bau der Starkstrom-Freileitung geben wird“, knirscht der Innviertler SPÖ-Landtagsklubchef Christian Makor. Noch in dieser Woche beginnt die Netz Oberösterreich mit der Errichtung der 20,5 Kilometer langen Leitung.

90 betroffene Anrainer
Betroffen sind auch rund 90 Grundstückseigentümer der Gemeinden Ried, Hohenzell, Peterskirchen, Taiskirchen im Innkreis, Zell an der Pram, Andorf und Raab. Vielen von ihnen droht eine Zwangsenteignung.

Erste Arbeiten bis Weihnachten
Die Anrainer müssen nun zusehen, wie entlang der Trasse an den geplanten Maststandorten Bodenuntersuchungen durchgeführt werden. Dieser erste Schritt, der bis Weihnachten abgeschlossen sein soll, ermöglicht erst die exakte Planung der Bauarbeiten im kommenden Jahr.

Detailplanungen ab 2020
Denn aufbauend auf den Untersuchungsergebnissen werden die Detailplanungen vorgenommen werden. Konkret geht es dabei um die Planung und Dimensionierung der Mastfundamente. „Wie groß die Masten und ihre Fundamente auch ausfallen, sie werden das Landschaftsbild für immer zerstören“, ist Makor bitter enttäuscht.

Mario Zeko
Mario Zeko
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