17.11.2019 08:00 |

Schulweg-Aktion

Mit „Katzenaugen“ sicher durch die Dunkelheit

Im Winter ist der Schulweg noch gefährlicher, dunkel gekleidete Kinder werden am Morgen fast unsichtbar. Die Firma Swareflex aus Wattens plant, demnächst nicht nur Straßen, sondern auch Personen mit Reflektoren auszustatten - als erste profitieren die Volksschulen Innere Stadt in Innsbruck und in Igls von dem Projekt.

Die Tage werden immer kürzer, in der Früh lässt sich die Sonne erst spät blicken. Viele Kinder gehen in der Dämmerung zur Schule, teilweise dunkel gekleidet. Die Firma Swareflex aus Wattens, ein Unternehmen der Swarovski-Gruppe, will sicherstellen, dass Kids auch im Dunkeln sichtbar sind. Dazu entwickelte Reflektoren sollen nun in der Volksschule Innere Stadt in Innsbruck und der Volksschule Igls einem Test unterzogen werden.

„Neue Branche testen“
„Zum einen ist es uns eine Herzensangelegenheit, den Schülerinnen und Schülern mehr Sichtbarkeit zu verschaffen - zum anderen testen wir damit, ob wir in dieser Branche erfolgreich sein könnten“, erklärt Produktmanager Julian Ebner. Swareflex ist nämlich eigentlich auf mobile Sicherheit, wie reflektierende Straßenelemente und Glaslinsen spezialisiert (swareflex.com/swarolife).

Fünffache Sicherheit durch Reflektoren
Jedes der insgesamt über 350 Kinder erhält einen weißen, reflektierenden Schlüsselanhänger und einen bunten, reflektierenden Klett-Badge, der an der Kleidung oder Schultasche befestigt werden kann. Bildungsstadträtin Elisabeth Mayr erklärte den Kindern bei der Übergabe, welche Funktion die Produkte erfüllen.

Denn sie überzeugen nicht mit einem ausgefallenen Design, sondern mit Funktionalität: Autofahrer, die mit Abblendlicht unterwegs sind, erkennen die funkelnden Anhänger schon aus 150 Metern Entfernung. Ein nicht damit ausgestattetes Kind wird erst etwa 30 Metern Distanz sichtbar.

Training an Volksschule
Eva Nora Hosp, Direktorin der Volksschule Innere Stadt, ist die Sicherheit ihrer Schüler sehr wichtig: Im September sprechen Polizeibeamte mit den Kindern über Schulwegsicherung, außerdem werden alle gefährlichen Situationen im Umkreis der Einrichtung mit abgegangen. Bei Ausflügen bekommen die ersten und die letzten in der Reihe Sicherheitswesten.

Sicherheitspaket soll Botschaft senden
„Kinder müssen von Grund auf lernen, am Schulweg auf Gefahren zu achten. Die Eltern sollten ihnen die wichtigsten Aspekte schon im Vorhinein vermitteln, wir als Schule verstärken das nur. Für mich senden der Anhänger und der Klett-Badge eine wichtige Botschaft nach Hause an die Eltern“, betont Hosp.

Sie kennen Gefahrenstellen und wollen die Politik gemeinsam mit der „Tiroler Krone“ darauf aufmerksam machen? Schreiben Sie uns: tiroler@kronenzeitung.at oder an Schusterbergweg 86, 6020 Innsbruck. Der Betreff lautet: „Sicherer Schulweg“.

Mirjana Mihajlovic
Mirjana Mihajlovic
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