12.11.2019 19:45 |

Für das Secop-Werk

Protest in Fürstenfeld: „Eine einzige Katastrophe“

Das Wetter passte zur Stimmung: Bei strömendem Regen protestierten am Dienstag Hunderte in Fürstenfeld gegen den drohenden Abzug der Kühlkompressoren-Fertigung bei Secop - 250 Arbeitsplätze sind akut gefährdet. Wie schlimm es einzelne Mitarbeiter trifft, zeigt das Schicksal des 56-jährigen Martin Posch.

Für den Burgenländer ist es der zweite schwere Schlag innerhalb kurzer Zeit. Drei Jahrzehnte lang war er bei Borckenstein in Neudau beschäftigt, dieser Traditionsbetrieb wurde geschlossen. Posch begann bei Secop zu arbeiten - jetzt droht auch hier das Aus: „Es ist eine einzige Katastrophe!“

Auch der 59-jährige Johannes Pelzmann ist fassungslos: „Es kann nicht sein, dass Betriebe zugesperrt werden, die jahrzehntelang gut funktioniert haben.“

„Wir lassen niemanden im Regen stehen“
Unter den Demo-Teilnehmern waren aktuelle und ehemalige Mitarbeiter, Gewerkschafter und Politiker wie Bürgermeister Franz Jost, Landesrat Christopher Drexler und Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Schickhofer, der bei der Schlusskundgebung versprach: „Wir lassen niemanden im Regen stehen!“

EU-Kommission prüft
Unter dem früheren Eigentümer Nidec schien es im Werk aufwärts zu gehen, doch die EU-Kommission erzwang aus Wettbewerbsgründen einen Verkauf an den deutschen Fonds Orlando - mit der Zusage von Millioneninvestitionen. EU-Kommissarin Margrethe Vestager lässt laut ÖVP nun überprüfen, ob gegen Auflagen verstoßen wurde.

Christian Schulter und Jakob Traby, Kronen Zeitung

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