10.11.2019 08:00 |

Uni und Infineon

Technologie aus Kärnten: Chip verbilligt Geräte

In Österreich kommt der Strom mit einer Spannung von 230 Volt aus der Steckdose. In fast jedem elektronischen Gerät ist ein Regler eingebaut, der Schwankungen ausgleicht. Solche Spannungsregler sind bald überflüssig. Uni-Assistent Harald Gietler hat mit Infineon einen Chip entwickelt, der dessen Arbeit übernimmt.

„Geschaltene Spannungsregler werden milliardenfach gebaut. Dabei wird natürlich auf die Kosten geachtet“, erklärt Harald Gietler. Günstige Bauteile sorgen aber häufig für eine große Streuung.“ Die sogenannte „Streuung“ bewirkt einen kurzen Spannungseinbruch nach Einschalten eines Geräts. Dieser muss natürlich korrigiert werden. Gietler: „Bei einem Elektrorasierer fällt die Streuung kaum ins Gewicht. Die CPU – also der Prozessor – eines Computers ist jedoch sensibler. Die Korrektur sollte so rasch wie möglich vonstatten gehen.“ Bisher wurden für diesen Zweck Chips produziert, die angepasst werden können. Solche Regler-Chips arbeiten jedoch schneller und besser, wenn sie die externen Komponenten, die verbaut sind, gut kennen.

Der Assistent am Institut für Intelligente Systemtechnologie hat mit Infineon-Leuten gearbeitet: „Wir haben meine Methode getestet, bei der sich der Chip automatisch anpasst.“ Transistoren in Spannungsreglern haben nämlich negative Eigenschaften und diese werden ausgenutzt. Beim Einschalten des Gerätes misst sich dieses selbst aus, weiß, was angesteckt ist, und den Regler anpasst. Gietler: „Das wird den Preis von Geräten, vor allem Computern, senken.“ Die Technologie mit Gietler als Haupt-Erfinder wird nun vom Partner patentiert.

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