04.11.2019 12:31 |

„Ich sage dazu nichts“

War Polizeikontrolle bei Vespa-Rekord fingiert?

Skurrile Wendung rund um einen Vespa-Stunt-Rekord auf der Großglockner Hochalpenstraße: Die Polizei meldete nämlich massive Zweifel an der Aussage des Lenkers, Günter Schachermayr, an. Dieser hatte verkündet, am Freitag von einer Zivilstreife gestoppt worden zu sein. „Keiner der örtlich zuständigen Dienststellen ist etwas von einer Kontrolle bekannt“, sagte Polizeisprecher Hans Wolfgruber am Montag. War es nun ein Fall von Amtsanmaßung oder handelte es sich gar um einen PR-Gag? Die Ermittlungen laufen.

Die Exekutive hat den Zweirad-Stuntman darum schriftlich um Aufklärung gebeten. Denn sollte er tatsächlich von Beamten aufgehalten worden sein, könnte auch der Verdacht eines Amtsmissbrauchs im Raum stehen, weil die Amtshandlung nicht gemeldet wurde.

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„Ich sage dazu nichts.“

Günter Schachermayr

Schachermayr selbst wollte sich kaum zu der behaupteten Kontrolle äußern. „Ich sage dazu nichts. Wir recherchieren gerade, was da passiert ist“, meinte er knapp.

Mit Sack über dem Kopf unterwegs
Der 41-jährige Maschinenbauingenieur aus Oberösterreich, der mit seinem Zweirad laut eigenen Aussagen schon 21 Weltrekorde aufgestellt hat, wollte zu Allerheiligen auf seiner Vespa die 46 Kilometer lange Großglockner Hochalpenstraße mit ihren 36 Kehren im Blindflug absolvieren. Dazu stülpte er sich einen blickdichten Sack über den Kopf.

Von Zivilstreife gestoppt?
Von einem Begleitfahrzeug per Funk dirigiert, fuhr er dann die an diesem Tag für einspurige Fahrzeuge eigentlich gesperrte Panoramastraße hoch. Seinen Angaben zufolge wurde er nach 14,7 Kilometern von der Zivilstreife gestoppt. „Ein neuer Weltrekord ist es trotzdem“, betonte Schachermayr nach der Fahrt.

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