03.11.2019 13:30 |

Hubertustag

Ein Weidmannsheil für die Tiroler Landesjagd

Am heutigen Hubertustag gedenken über 15.000 Tiroler Jagdkartenbesitzer ihrem Schutzpatron. Und das Land Tirol gedenkt, die Landesjagd im Pitztal völlig neu aufzustellen...

Sie ist mit 22.521 Hektar die größte zusammenhängende Gebirgsjagd Österreichs: die Landesjagd im Pitztal. Fünf Berufsjäger und ein Lehrling betreuen die fünf fusionierten Jagdgebiete, deren Zukunft auf Grund des heuer ablaufenden Pachtvertrages auf der Abschussliste stand. Im März dann ein erleichterndes Weidmannsheil in Richtung Pitztal: Die Landesregierung verlängert die Pacht um weitere zehn Jahre. Jagd hat traditionell Kritiker, auch in der Politik: Für Markus Sint von der oppositionellen Liste Fritz war es eine Nacht und Nebelaktion: „Intransparent und ohne Debatte im Landtag.“

Neues Jagdkonzept
Der zuständige LHStv. Josef Geisler spricht von einer kompletten Neukonzeption: „Die Landesjagd wird neu aufgestellt und soll künftig sowohl als Vorzeigeprojekt für nachhaltige Wildbewirtschaftung als auch als Motor für die Entwicklung des Pitztals fungieren.“ Das Jagdrevier mit dem größten Steinbockvorkommen der Ostalpen soll eine Vorreiterrolle für wildökologische, -biologische und jagdwirtschaftliche Pilot- und Forschungsprojekte einnehmen. Die Jagdverwaltung wurde bei der Landwirtschaftlichen Lehranstalt Imst angesiedelt, der ehemalige Bezirksjägermeister Norbert Krabacher mit der Jagdleitung betraut.

Krabacher soll sowohl Berufsjäger, als auch die vielen Vorhaben unter einen Hut bringen: „Die Jäger arbeiten exzellent, die vielen neuen Elemente sind im Laufen und werden nächstes Jahr sichtbar.“ So soll beispielsweise ein Zentrum für die Wildbretverarbeitung in Wenns entstehen. „In der Nähe des Steinbockzentrums, das im Mai eröffnet wird, wird man den Gästen eine Schaufütterung anbieten“, so der Jagdleiter. Auch Forschungsprojekte seien in Vorbereitung: Zum einen möchte man dem Rückgang der Gamspopulation auf die Schliche kommen, zum anderen nehme man die Verträglichkeit von Stein- und Gamswild ins Visier.

Die „unglaublich positiven Rückmeldungen“ der Jagdgäste aus aller Welt sind für Krabacher eine unverzichtbare Werbung für die Jagd in Tirol.

Hubert Daum, Kronen Zeitung

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