03.11.2019 06:00 |

Nur ein Wort

„Unserer“: VP-Slogan strotzt vor Selbstbewusstsein

Obwohl erst ab Montag gepickt wird, die Katze ist aus dem Sack: Das erste VP-Plakat - die Schwarzen haben sich ja wahltechnisch Zurückhaltung auferlegt - macht die Runde. Nur ein Wort („Unserer“), damit wird der Landeshauptmann-Bonus für Schützenhöfer voll ausgespielt.

Neben dem „Landes-1er“ als Models am Plakat: zwei Enkelkinder von ÖVP-Landesgeschäftsführer Detlev Eisel-Eiselsberg. Und was Schützenhöfer so stolz herzeigt, das wird wohl ein Handy-Foto seines Enkerls Johanna sein...

Die ÖVP steigt also auch voll in den Wahlkampf ein. Und da stellt sich gerade angesichts der jüngsten Ereignisse die Frage, wer künftig mit wem koaliert. 

Liederbuch-Skandal perlt ab
Weil von einer „Absoluten“ träumen nicht einmal schwarze Fantasten. Und da sind wir schon bei der Frage der Strategie. Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, ein Polit-Fuchs, legt sich schlicht nicht fest. Selbst der aktuelle Liederbuch-Skandal der FPÖ perlt ab, die „Hand bleibt in alle Richtungen ausgestreckt“. Lediglich, „dass solche Vorfälle die Zusammenarbeit schwierig machen“, war Schützenhöfer zu entlocken. Also, alle Türen offen...

Genossen in der Bredouille
Und da wären wir dann schon beim aktuellen Heißsporn der Landespolitik, Michael Schickhofer. Mittlerweile fragen Genossen besorgt nach der politischen Logik, respektive der Strategie. Denn Schickhofer hat, ein bisserl vorschnell, definitiv eine Koalition mit den Blauen ausgeschlossen. Das „Schützenhöfer-Bashing“ der letzten Wochen wiederum war auch nicht gerade vertrauensbildend. Bei den Schwarzen rumort es heftig, einflussreiche Gruppen sehen bereits zu viel zerschlagenes Porzellan.

Verwegene Gedanken
Die Frage, die sich stellt: Mit wem kann (oder will) die steirische SPÖ überhaupt noch? Weil ohne Partner wird’s nicht gehen. Denn es war ja Schickhofers Vorgänger Franz Voves, der sich die Abschaffung des Proporzes auf seine Fahnen geheftet hat. Gebe es den noch, dann hätte die SPÖ automatisch, entsprechend ihrer Stärke, Regierungssitze. Aber vielleicht glaubt der rote Parteichef ja, er wird der Abräumer, stärkste Partei und kann mit den Grünen eine Mehrheit bilden. Wenngleich das sehr verwegene Gedanken wären.

Gerhard Felbinger
Gerhard Felbinger
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