OÖ auf Platz 2

Strafen für Schulschwänzer: 481 Mandate im 1. Jahr

Seit dem vergangenen Schuljahr werden für notorisches Schwänzen Strafmandate ausgestellt. Bundesweit wurden bisher 3288 Strafmandate verhängt, Oberösterreich liegt mit 481 Strafen nach Wien bundesweit am 2. Platz. Laut der Lehrergewerkschaft beginnt das strenge Regiment zu wirken, es wird weniger geschwänzt.

Eine Geldstrafe fürs Schulschwänzen der Kinder tut den meisten Eltern mehr weh als eine Betragensnote im Zeugnis - diese simple pädagogische Erkenntnis trägt jetzt Früchte, ist der oberste Lehrervertreter und CLV-Landesobmann Paul Kimberger überzeugt: „Wir haben deutlich weniger Anfragen von Schulen, wie mit fernbleibenden Schülern umzugehen ist. Durch die Strafen hat eine Sensibilisierung der Eltern stattgefunden, dass man mit der Unterrichtszeit nicht leichtfertig umgehen sollte.“ Nachsatz: „Eine Anzeige bei der Bezirkshauptmannschaft ist die ,ultima ratio‘, also der letztmögliche Weg. Bevor es so weit kommt, wird alles getan, damit das Schwänzen unterbleibt.“

110 bis 440 € Strafe
Die Schulen sind nur bei voll versäumten Tagen zur Anzeige verpflichtet. Sie können aber auch Anzeige erstatten, wenn zahlreiche Stunden versäumt werden.Die Bezirkshauptmannschaften müssen für das Schwänzen zwischen 110 bis 440 Euro einkassieren. Früher gab es einen fünfteiligen Stufenplan, der aufwendiger, aber wirkungsloser war.

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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Dienstag, 02. März 2021
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