Patienten-Lenkung:

Nur wer wirklich Spital braucht, soll dort hin

Auch Oberösterreichs Spitalsärzte arbeiten „am Limit“, hat – wie berichtet – die große IMAS-Befragung für die Ärztekammer ergeben. Gesundheitsreferentin LH-Vize Christine Haberlander kennt die zunehmende Arbeitsverdichtung in den Spitälern auch so. Sie empfiehlt unter anderem eine bessere Patienten-Lenkung.

„Eine Challenge ist natürlich, dass Patienten ins Krankenhaus kommen, die da nicht am richtigen Ort sind“, weiß Haberlander. Daher sei neben mehr Ärzteausbildung auch eine bessere Lenkung und Leitung der Patienten das Um und Auf zur Entlastung des Systems. Zum Beispiel durch die Gesundheitsberatung per Telefon unter der Nummer 1450. Oder indem Hausärzte und Primärversorgungszentren die Menschen einfach an die richtige Stelle lotsen. Erste Erfolge gab es da schon im Sommer, als Zeckenbissopfer zuerst bei 1450 anriefen und Tipps zur Selbstbehandlung einholten, statt gleich in die Notfallambulanz zu marschieren.

Lücken bei Hausärzten
SPÖ-Politiker Peter Binder sieht allerdings das Problem der zunehmenden Versorgungsdefizite im niedergelassenen Bereich: „Muss ich mich nun selbst diagnostizieren oder hoffen, dass ich doch noch einen niedergelassenen Arzt finde, der mich rechtzeitig anschaut?“, spitzt der SPÖ-Gesundheitssprecher seine Fragen zu. In Oberösterreich sei da am falschen Platz gespart worden, nämlich vom Land bei der Gesamtstrategie und von der Gebietskrankenkasse durch Anhäufung von Rücklagen.

Gemeinsame Strategie
Binder bietet Haberlander an, „gemeinsam eine große Strategie für den Gesundheitsbereich zu machen“.

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