Das Gericht sieht es als erwiesen an, dass der Spanier die Anti-Doping-Regeln verletzt hat. Die Sperre des 30-Jährigen läuft bis zum 1. Jänner 2012, seine bisherigen Resultate vor dem 1. Jänner 2010, darunter der Gesamtsieg bei der Vuelta 2009, werden aber nicht annulliert.
Valverde nie positiv getestet
Valverde, der Doping bestreitet und nie positiv getestet wurde, war am 11. Mai 2009 für alle Rennen in Italien gesperrt worden. Im Rahmen des Dopingskandals der spanischen "Operacion Puerto" um den berüchtigten Mediziner Eufemiano Fuentes waren mit EPO angereicherte Blutbeutel mit dem Pseudonym "Piti Valv" gefunden worden. Durch eine DNA-Analyse wies das CONI nach, dass es sich um Valverdes Blut handelte. Diese Beweisführung überzeugte die CAS-Richter, die sich mehrheitlich für eine Dopingsperre aussprachen.
Immer wieder Unschuld beteuert
Valverde, der vom spanischen Radsportverband RFEC stets Rückendeckung erhalten hatte, hatte immer wieder seine Unschuld beteuert: "Meine biologischen Proben wurden von den wichtigsten Anti-Doping-Labors der Welt untersucht, aber nie wurden in meinem Organismus verbotene Substanzen entdeckt", erklärte er.
Die CAS-Entscheidung ist ganz im Sinne der UCI und der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA. Die UCI hatte zuletzt mitgeteilt, man hoffe auf ein Urteil noch vor der Anfang Juli beginnenden Tour de France, an der der Kapitän des Caisse d'Epargne-Teams nun nicht teilnehmen kann. "Der Schaden, den seine Verteidigungsstrategie dem Radsport zugefügt hat, ist enorm", hatte Verbandschef Pat McQuaid erklärt.
Rennergebnisse wurden nicht annuliert
Nur in der Frage der Gültigkeit von Valverdes bisherigen Resultaten entsprachen die CAS-Richter nicht dem Wunsch der UCI. Es gebe "keinen Beweis", dass einige der Ergebnisse, die Valverde vor dem 1. Jänner 2010 erzielt habe, auf Doping zurückzuführen seien, teilte das Gericht mit. Allerdings ist anzunehmen, dass der Weltverband die Ergebnisse des Jahres 2010 annullieren wird, darunter den Gesamtsieg der Tour de Normandie und seinen zweiten Platz bei der Fernfahrt Paris-Nizza.
Spanier will CAS-Urteil anfechten
Valverde wird seine zweijährige Doping-Sperre vor dem Schweizer Bundesgericht anfechten. "Wir halten diese Strafe für völlig ungerecht und illegal", teilte der 30-Jährige am Dienstag mit. Notfalls werde er vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg ziehen.
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