Mo, 17. Juni 2019
30.05.2010 12:14

Aorta knapp verfehlt

Messerstecherei in Hallein endet mit Schwerverletztem

Bei einer Messerstecherei in einem Nachtlokal in Hallein ist am Sonntag in der Früh ein 33-jähriger Einheimischer schwer verletzt worden. Er erlitt eine sieben Zentimeter tiefe Schnittwunde in der Leistengegend. Der Stich verfehlte nur knapp die Aorta, wie der behandelnde Arzt im Krankenhaus Hallein einem ermittelnden Polizisten berichtete. "Der Mann hatte großes Glück."

Insgesamt fünf Personen waren in die Rauferei verwickelt, vier von ihnen dürften türkische Staatsangehörige sein. Die Ursache des Streits war vorerst unklar. "Die Erhebungen laufen noch", erklärte ein Polizist. "Alkohol war auch im Spiel." Die Tatwaffe konnte noch nicht sichergestellt werden. Ein Verdächtiger wurde mit einer Schnittverletzung an der Hand ins Salzburger Unfallkrankenhaus gebracht.

Zechpreller beißt Kellner
Auch in einem Lokal in der Stadt Salzburg ist es in der Nacht auf Sonntag zu einer Auseinandersetzung gekommen. Ein 20-jähriger Serbe, der seine Zeche nicht bezahlen wollte, biss einem Kellner in den Rücken und schrie, er würde ihn mit Hepatitis anstecken. Der Randalierer schleuderte leere Bierflaschen, Aschenbecher und einen Zuckerstreuer in Richtung eines Gastes. Der konnte sich vor den Wurfgeschoßen noch rechtzeitig in Sicherheit bringen.

Bis die alarmierte Polizei eintraf, wurde der Rabiate von einem Kellner und einem beherzten Gast festgehalten. Der Serbe, der laut Exekutive drogensüchtig ist, wurde in Handfesseln abgeführt und schließlich ins Polizeianhaltezentrum gebracht.

Festnahmen am Rudolfskai
Alle Hände voll zu tun hatten Polizisten auch in der Nacht auf Samstag auf der Salzburger Lokalmeile am Rudolfskai. Drei Männer im Alter von 17, 21 und 41 Jahren wurden festgenommen. Sie werden des Widerstands gegen die Staatsgewalt und des tätlichen Angriffs eines Polizisten verdächtigt. Einer der Männer sprang einen Beamten von hinten an, als dieser gerade eine Personenkontrolle nach einem Streit mit einem Türsteher vornahm. Daraufhin entfachten sich "tumultartige Szenen", schilderte ein Journalbeamter der Polizeidirektion. Verletzt wurde offenbar niemand.

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