08.10.2019 06:44 |

Die Straßen brennen

Klagenfurter mitten im Chaos von Ecuador

Mit heftigen Straßenschlachten in Ecuador versinkt nach Venezuela das nächste Land in Südamerika im Chaos. Mitten drin im Ausnahmezustand befinden sich mehrere Österreicher, auch der Kärntner Hannes Krakolinig.

Der öffentliche Verkehr steht still, Demonstranten liefern sich wilde Straßenschlachten mit der Polizei, kriminelle Banden nutzen die Situation für Plünderungen und Schießereien. „In Ecuador wurde der Ausnahmezustand verhängt. Wir sind laufend in Kontakt mit unserer Botschaft“, ist Dr. Johannes Strasser vom Außenministerium alarmiert. Denn auch Österreicher sind im Land am Äqator zwischen die Fronten geraten. „Die Straßen in Ecuador brennen, der Verkehr ist lahmgelegt, Flughäfen sind gesperrt. Immer wieder kommt es zu Gewalt gegen die Polizei und Zivilisten. Straßenbanden liefern sich Schießereien“, schildert der Auslandskärntner, Entwicklungshelfer und Autor Hannes Krakolinig die Situation vor Ort. Der Klagenfurter sollte zur Zeit eigentlich Kinder der Kichwa-Indianer mit Hilfsgeldern aus Österreich beim Schulstart unterstützen: „Die Straßen dorthin sind aber gesperrt.“

Hintergrund für den Ausnahmezustand sind Proteste gegen das Sparpaket der Regierung, vor allem gegen die Verteuerung von Treibstoff.

Eine unpopuläre, aber wichtige Maßnahme, befindet der Klagenfurter, der seit Jahren im Amazonas-Gebiet lebt: „Es geht darum, das Land endlich wirtschaftlich wieder voranzubringen und die Kriminalität der Schmugglerbanden an der Grenze zu Kolumbien einzudämmen.“

Thomas Leitner
Thomas Leitner
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