07.10.2019 09:28 |

Schauriger Rückblick

Juli 1997: Als Tiroler seine „Ex“ und Kids tötete

30. Juli 1997 - abgesehen vom gestrigen Blutbad in Kitzbühel der wohl dunkelste Tag der Tiroler Kriminalgeschichte! In Unterlangkampfen metzelte ein 32-Jähriger seine Ex-Frau (26) und die vier gemeinsamen Kinder (2 - 6 Jahre) mit einem Jagdmesser nieder. Der damalige Chefermittler, Erwin Mayerl, erinnert sich...

„Es war das schlimmste Gewaltverbrechen in meiner gesamten beruflichen Laufbahn. Die ganze Wohnung war blutverschmiert – die Wände, die Böden. Es war ein furchtbarer Anblick.“ Erwin Mayerl aus Absam, von 1995 bis 2005 Chef der Kriminalabteilung der Gendarmerie, denkt heute noch mit Schrecken an die verheerende Bluttat in Unterlangkampfen zurück.

„Ich bring‘ euch alle um“
Was war damals geschehen? Schichtarbeiter Sebastian A. (32) galt als eifersüchtig, jähzornig und gewalttätig – auch gegenüber seiner Familie. Nur um einer Anzeige zu entgehen, habe er einer Trennung zugestimmt. Sechs Tage nach der Scheidung machte der vierfache Familienvater schließlich wahr, was er seiner Frau Gudrun, so Zeugen, bereits angedroht hatte: „Wenn du dich von mir trennst, bring’ ich euch allesamt um!“

Frau flüchtete in Todesangst ins Bad
Offenbar rasend vor Eifersucht – seine „Ex“ wollte angeblich zu ihrem neuen Freund ziehen – fuhr A. zum Bauernhof, in dem Gudrun und die vier gemeinsamen Kinder in einer Wohnung lebten. Nachdem ihm die Frau nicht aufgesperrt hatte, drang A. über den Balkon in die Wohnung im ersten Stock ein und stellte seine „Ex“ zur Rede. Der Streit eskalierte! Die 26-Jährige flüchtete in Todesangst ins Bad und verbarrikadierte sich. Doch der kräftige Mann brach die Tür auf und tötete sein wehrloses Opfer mit mehreren Messerstichen – offenbar mit jenem Hirschfänger, den die 26-Jährige zuvor zum Schutz vor ihrem ehemaligen Gemahlen gekauft haben soll.

Kinder nach und nach getötet
Danach ging A. auf seine Kinder los: Heidrun (2), Leonhard (3), Diethard (4) und Sigrun (6). Beim späteren Prozess – im Februar 1998 – meinte der Angeklagte, dass er ein Kind nach dem anderen aus dem Wohnraum in ein Nebenzimmer geführt und dort auf sie eingestochen hat – bis sie alle tot waren. „Sie haben geweint, geschrien“ – um ihr Leben gebettelt.

Nach dem Massaker wollte sich A. selbst mit dem Messer richten – doch er überlebte. Er zeigte keinerlei Reue. Und fasste beim Prozess lebenslang aus.

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