05.10.2019 17:35 |

Mit Wild-Card gekommen

Halbfinale! Kleines Schrott-Wunder bei WM in Doha

Das ist ein kleines Wunder! Beate Schrott, die quasi in letzter Sekunde nur über eine Wild Card ins Teilnehmerfeld der Leichtathletik-WM in Doha nachgerückt war, erreichte im Khalifa International Stadion das Semifinale über 100 m Hürden. Sie wurde in ihrem Vorlauf Fünfte in 13,08 Sekunden und erreichte über die Zeitregel als Letzte das Semifinale (18.02 Uhr MESZ am Sonntag), in dem in drei Läufen mit insgesamt 24 Teilnehmerinnen die Plätze fürs Finale vergeben werden. Damit erreichte Schrott zum dritten Mal in Folge das Semifinale bei Weltmeisterschaften. 

„So nervös war ich vor einem Rennen schon lange nicht mehr, jetzt bin ich aber um so glücklicher“, strahlte die Olympia-Siebente von 2012, die in Doha schon „einen Lagerkoller“ gehabt hatte. Schließlich ist sie schon über eine Woche in Katar, weil sie natürlich den Dreisprung-Bewerb ihres Verlobten Christian Taylor hatte verfolgen wollen. „Ich dachte schon, dass er Weltrekord springen kann. Das wollte ich mir nicht entgehen lassen.“ Der Weltrekord klappte zwar nicht, aber Taylor holte sich in Doha seinen bereits vierten WM-Titel.

Taylor, auch schon zweimaliger Olympiasieger, motivierte Beate aber einmal mehr entscheidend auch in Doha. Er versprüht so großen Optimismus und solche Zuversicht, die auch unsere Hürden-Rekordlerin wieder einmal beflügelten. Schrott hatte im Vorlauf keinen idealen Start, kam aber zur Hälfte des Rennens immer stärker auf, womit sie in 13,08 Fünfte wurde und den Aufstieg ins Semifinale schaffte.

Heuer war Schrott, die 2019 auch ihr Medizin-Studium erfolgreich abgeschlossen hatte, mit 13,03 Sekunden ihre beste Zeit seit vier Jahren gelaufen. „Mein Ziel ist es natürlich, wieder unter 13 Sekunden zu laufen. Am liebsten in Doha im Semifinale. Wenn es am Sonntag nicht klappt, dann hebe ich mir das eben fürs Olympia-Jahr auf.“ Nach den Spielen in Tokio 2020 will sie ihre Karriere beenden. Die hatte sie zwischenzeitlich schon in Rio 2016 beenden wollen. Doch Christian Taylor hatte sie zum Weitermachen überredet...

Vorlauf-Schnellste war Tobi Amusan aus Nigeria in 12,48 vor Danielle Williams aus Jamaika in 12,51.

Olaf Brockmann, Kronen Zeitung

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