02.10.2019 08:30 |

Nach der Wahl

Haslauer sieht auch bei Grünen Verantwortung

Gratulieren, sich gegenseitig auf die Schultern klopfen und den groben Fahrplan in Richtung Sondierungsgespräche festlegen: Für Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) war der Ausflug zum Parteiengremium am Dienstag nach Wien ein durchaus leichter. Die Grünen nimmt er schon im Vorhinein in die Pflicht.

In welcher Konstellation Österreich künftig regiert werden könnte und soll, beschäftigt derzeit natürlich alle, die mit Politik etwas am Hut haben. Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer lässt noch niemanden in seine Karte schauen, wünscht sich für die Zukunft eine „tragfähige Regierung“. Zu Verhandlungen zwischen ÖVP und den Grünen hat er aber eine klare Meinung: „Die Grünen fordern, dass sich die ÖVP bewegen muss. Sie haben aber auch die Verantwortung dies zu tun.“

Für Haslauer ist die Konstellation aber noch mehr in den Medien ein Thema als zum momentanen Zeitpunkt im tatsächlichen Findungsprozess in Richtung Sondierungsgespräche. Was natürlich auffällt: Die Grünen wollen den Preis für eine mögliche Regierungsbeteiligung in die Höhe treiben, was wiederum die Volkspartei ein wenig bremsen möchte. Zu künftigen Parteien-Verhandlungen sagt der Salzburger Landeshauptmann, dass eine „zu dogmatische Herangehensweise auch einen Verhandlungspartner vertreiben kann.“

Die Reise nach Wien war für Haslauer eine doppelt leichte: Denn nicht nur der Wahlsieg lässt bei ihm Freude aufkommen, sondern auch die Tatsache, dass Salzburg das beste ÖVP-Bundesland-Ergebnis (siehe Grafik) eingefahren hat. „Auch Tirols Landeshauptmann Günther Platter hat mir schon anerkennend gratuliert“, so der am Dienstag immer noch gut gelaunte, fast gelöst wirkende Landeschef. Hintergrund ist ein langjähriges kleines „Match“ zwischen den beiden Bundesländern.

Landeshauptmann mit langer Salzburger Liste

Sachlich ist das für Salzburg ein kleiner Vorteil. Der eine oder andere Landeswunsch lässt sich damit in Wien leichter umsetzen. Haslauer hat ein lange Liste an Themen, die er am liebsten in Koalitionsverhandlungen abgesichert hätte. Diese reicht unter anderem von der Tauernbahnstrecke am Pass Lueg, über den Pflegebereich inklusive Ausbildung, dem Breitbandausbau bis hin zur Fachkräfteausbildung.

Felix Roittner
Felix Roittner
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