01.10.2019 12:07 |

Alle Spitäler erfasst

OP-Wartelisten jetzt im Internet nachzulesen

Mangelnde Transparenz und Bevorzugung von Sonderklassepatienten bei der Vergabe von Operationsterminen: Im Sommer schossen sich SPÖ und FPÖ auf Landesvize und Gesundheitsreferenten Christian Stöckl (ÖVP) ein. Seit Montag sind nun die OP-Wartelisten online einzusehen, was aber nicht allzu viel heißt.

„Der Informationsgehalt hält sich in Grenzen“, meint Stöckl. „Aber wenn viele Abgeordnete wollen, dass man das ins Internet stellt, habe ich nichts dagegen.“ Auch der ärztliche Leiter der Landeskliniken, Jürgen Koehler, sieht ein reines Politikum: „Wir hatten keine einzige Nachfrage von Patienten zu den Wartelisten.“

Auf https://salk.at können nun unter der Rubrik „Patienten…&…Patientinnen“ die OP-Wartelisten abgefragt werden. Erfasst sind neben dem LKH auch das Spital der Barmherzigen Brüder, das Kardinal Schwarzenberg Klinikum in Schwarzach und die Spitäler in Hallein, Oberndorf, Tamsweg und Zell am See.

Aufgezählt werden nur so genannte elektive, also nicht dringende Eingriffe. Eine Unterscheidung zwischen Sonderklasse und normalen Patienten gibt es genauso wenig, wie eine Aufschlüsselung nach Arten der Eingriffe. Mehr verlange das Gesetz nicht, so Stöckl. Aus der Liste, die nur jedes Quartal aktualisiert wird, geht zum Beispiel hervor, dass für orthopädische Operationen die Wartezeit in Oberndorf im Schnitt 29 Wochen beträgt, in Schwarzach aber nur elf.

Wolfgang Fürweger
Wolfgang Fürweger
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