23.09.2019 09:40 |

Mobilfunker lenkte ein

22.000 € Handyrechnung: Schock nach Türkei-Urlaub

Eine 22.000 Euro schwere Handyrechnung flattert nicht oft jemandem ins Haus. Einem Niederösterreicher ist das bei seiner Juli-Rechnung aber passiert. Sein Handynetzbetreiber verlangte diese Summe wegen Roaming-Kosten, die beim Türkei-Urlaub des Betroffenen angefallen sind - obwohl der Mann vorher den Tarif gewechselt hatte, um vor Ort zwei Gigabyte Datenvolumen zu haben. Es kam aber zu einem gütlichen Ende.

Der Betroffene wandte sich an die Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ). „Es wurde eine Einigung mit dem Netzbetreiber erzielt und die Forderung auf 400 Euro reduziert“, so AKNÖ-Präsident Markus Wieser in einer Aussendung.

In der EU gilt „Roam like at home“
Innerhalb der EU und auch für Norwegen, Liechtenstein und Island gilt das Prinzip: „Roam like at home“. Das bedeutet, dass das im jeweiligen Handytarif inkludierte Datenvolumen mit möglichen Einschränkungen auch außerhalb Österreichs genutzt werden kann, erinnert die AKNÖ.

Außerhalb der EU wird es schnell teuer
Verbringt man seinen Urlaub aber außerhalb dieser Länder, kann es schnell richtig teuer werden. Ein Megabyte Daten kommt außerhalb der EU auf 15 bis 20 Euro. Verschickt man z. B. ein selbst aufgenommenes Bild oder ein kurzes Video per WhatsApp, können dafür schon mal gut und gerne 25 Euro fällig werden, sieht man sich online die Folge seiner Lieblingsserie an, würde das 3000 Euro kosten, warnten die Arbeitnehmervertreter.

Info-SMS gibt Aufschluss über Roaming-Kosten
Der Netzbetreiber muss seine Kunden beim Einbuchen in ein fremdes Netz mit einem Info-SMS über die Konditionen und Kosten für Roamingdienste aufklären. Außerdem greift nach dem Erreichen von 60 Euro Kosten für Datenroaming eine automatische Sperre. „Beides aber nur, wenn man diese Services nicht deaktiviert“, so die AKNÖ.

Im Fall des Niederösterreichers gab der Netzbetreiber an, der Kunde habe die 60-Euro-Sperre deaktiviert und das inkludierte Datenvolumen um rund 1,4 Gigabyte überschritten. „Zum Glück konnten wir eine Lösung finden - und dem Kunden mehr als 21.000 Euro ersparen“, so die AKNÖ-Konsumentenschutz-Experten.

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