Vor allem bei Singles

Freizeitstress dank exzessiver Smartphone-Nutzung

Aktuellen Forschungen zu Folge wird Freizeit immer mehr zum Stress. Die Ursache dafür liegt vor allem in der exzessiven Mediennutzung. Insbesondere die sozialen Netzwerke spielen eine entscheidende Rolle.

„Rein wissenschaftlich betrachtet ist das eine Katastrophe. Wir wollen uns mit Dingen beschäftigen, faulenzen, Freunde treffen (...) - aber wir schaffen es nicht, weil wir Angst haben, etwas zu verpassen oder die falschen Entscheidungen zu treffen“, so Ulrich Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der repräsentativen Untersuchung. Darin sieht er vor allem die Schuld in den sozialen Netzwerken. Die perfekten Bilder anderer auf Instagram und Co. sorgen bei vielen für den Wunsch, selbst auch nur das Beste zu wollen.

Insbesondere Jugendliche, junge Erwachsene und Singles springen von einer Aktivität zur nächsten, wollen überall dabei sein und sich möglichst nichts entgehen lassen, heißt es in der Studie. Es entstehe der ständige Wunsch der Optimierung. Das schaffe Stress. Freizeitstress.

Auf der Strecke bleiben dabei vor allem die persönlichen, insbesondere familiären Kontakte. In einer aktuellen Umfrage zum Thema gaben 58 Prozent der Befragten an, sich in ihrer Freizeit zu viel vorzunehmen. Dazu kommt ein Springen von einem Freizeitereignis zum nächsten. Pro Woche sind es heute im Schnitt 23 Aktivitäten - vor 20 Jahren waren es erst zwölf.

Die besten Tricks für weniger Freizeitstress kennen die Pensionisten. Sie sind der Studie zufolge am meisten mit ihrer Freizeit zufrieden. Das liegt laut der Umfrage jedoch nicht daran, dass sie ihre Smartphones weniger nutzen, sondern an der Lebenserfahrung, die sie mitbringen. 

Reinhardt empfiehlt: „Weniger vergleichen mit anderen, den Moment genießen, Single- statt Multitasking, weniger hinterfragen und vor allem digitales Detoxing.“ Also: das Handy einfach mal für längere Zeit weglegen.

September 2019

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Julia Ichner
Julia Ichner
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