18.09.2019 12:00 |

„Krone“-Ombudsfrau

Versicherung ziert sich bei Zahlung von Therapien

Trotz eines Gerichtsvergleichs nach einem Unfall übernimmt eine Versicherung für einen Pensionisten aus Oberösterreich nur mehr die Hälfte seiner Physiotherapie-Kosten. Der Ombudsfrau sagte man nun zu, den Fall neuerlich zu prüfen…

Die Beklagten haften für sämtliche Schäden zur Gänze, die dem Kläger aus dem Verkehrsunfall künftig hin erwachsen - so steht es in einem Vergleich, den ein Linzer in Händen hält. Trotzdem schuldet ihm die Versicherung 10.000 Euro, ist der 84-Jährige überzeugt. Alfred F. zeigt Fotos aus dem Griechenlandurlaub 2000, auf denen er einen gekonnten Handstand am Strand macht. Mit dieser Sportlichkeit war es aber vorbei, nachdem er am 3. November 2000 in Linz als Radfahrer von einem Auto „abgeschossen“ wurde. Nach dem Unfall wurde der gerichtliche Vergleich geschlossen.

„Ein normaler Mensch denkt sich, dass da nichts mehr schiefgehen kann“, sagt Alfred F., der seit dem Unfall unter starken Schmerzen in der rechten Schulter leidet und regelmäßig Physiotherapie in Anspruch nehmen muss. Mehrere Ärzte haben festgestellt, dass die Schmerzen „unfallkausal“ sind. „Die Allianz-Versicherung zahlt mir aber nur mehr die Hälfte der Therapiekosten“, kritisiert der rüstige Senior. 10.000 Euro Schaden sei ihm inzwischen entstanden. „Die Forderungen der OÖGKK werden hingegen von der Versicherung zur Gänze übernommen.“

Die Allianz-Elementar-Versicherung hat gegenüber der Ombudsfrau nun versprochen, den Fall nochmals zu prüfen.

 Ombudsfrau
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