13.09.2019 08:00 |

Reges Treiben

Mauritius: Herrliche Vielfalt im Paradies

Traumstrände, Naturjuwele und Spitzenhotels! Wer nach Mauritius kommt, den kann eigentlich nur eines stören - der Zeitpunkt, von der Insel wieder wegzumüssen.

Fische springen aus dem Wasser. Einer nach dem anderen. Und immer wieder. Als würd’s im türkisblauen Meer, das kaum schöner zu malen wäre, nicht auszuhalten sein.

Gut möglich, dass sie nur eine andere Welt sehen wollen. Denn im St. Regis Mauritius Resort, mit 172 Suiten und Zimmern, spielt’s alle Stückerln. Wer genug vom weißen, für Hochzeiten perfekten Sandstrand haben sollte, kann sich im Kolonialstil-Hotelgelände entspannen. Von Spa, Bibliothek, Kino bis zum Säbeln von Champagnerflaschen wird alles geboten. „Unser Resort“, so Direktor Andreas Oberoi, „ist für die höchsten Ansprüche geschaffen.“

Hier im südwestlich gelegenen Le Morne, teils UNESCO-Weltkulturerbe am Fuße des gleichnamigen Berges, kann man bestens in die Vielfalt der Insel eintauchen. So kommen Wassersportler voll auf die Welle. „Zum Wind- und Kitesurfen ideal“, erzählt Scott Crouch, Manager der – generell in jeder Preisklasse verfügbaren – Marriott-Hotels. „Oder man geht einfach mit Delfinen schwimmen.“ Klischee? Nein. Eher traumhafte Wahrheit. Die sorgt auf Mauritius, das fast überall von Korallenriffen umgeben ist, auch im Osten für große Augen. Etwa in Belle Mare. Da kommen Schnorchler bei den Blautönen des Ozeans ins Schwärmen.

Falls man schon genug vom Wasser hat, bietet sich eine Fahrt in das Landesinnere an. Denn die Insel, auf der 1,2 Millionen Menschen leben, besticht durch Flora und Fauna. Und dafür ist der Botanische Garten in Pamplemousses der beste Beweis. „Der wohl älteste auf der gesamten Südhalbkugel, die Blütenpracht der rund 600 verschiedenen Pflanzen ist genial“, so Scott, der wie die Guides am liebsten zu den großen Seerosen führt. Oder zum Château Mon Plaisir, einstiges Kolonialhaus und heute Museum. Oder zu den Riesenschildkröten, die über 100 Jahre alt werden können. Ob sie die Geschichte von Mauritius erzählen könnten?

Fix ist, dass die Insel keine Ureinwohner hat(te), erst Ende des 16. Jahrhunderts durch die Holländer besiedelt wurde. Und von Prinz Maurits von Oranien den Namen erhielt. Da gab’s noch Dodos. Jene Vögel, die ausgerottet wurden, heute aber Nationalsymbol sind. Als Piraten die Oberhand gewannen, schritt Frankreich ein. Machte Mauritius 1767 zur Kronkolonie, legte mithilfe von Sklaven aus Afrika Zuckerrohrplantagen an, ehe knapp 50 Jahre später die Briten übernahmen. Sie schafften das Sklaventum ab, holten Arbeitskräfte aus China und Indien – noch heute die dominierende, oft kreolisch sprechende Bevölkerungsgruppe. Und so liegt nicht fern, dass all diese Länder auch die vorzügliche Küche prägen.

Das Zentrum von Mauritius, seit 1968 unabhängig und dank seiner (demokratischen) Standards einer der Vorreiter in Afrika, ist die nordwestlich gelegene Hauptstadt Port Louis. Hier herrscht reges Treiben. Etwa im Hafenviertel Caudan mit seinen über einer Straße „schwebenden“ Regenschirmen. Oder auf dem Central Market, der von Fleisch und Obst über Gewürze, Tee und Rum bis hin zu Kleidung und Souvenirs (natürlich auch Dodos) alles bietet. Oder im neuen Kunstzentrum, wo mauritische Maler ausstellen. Nur einen kurzen Fußweg entfernt liegt La Citadelle – eine Festung, von der man einen tollen Panoramablick auf die 150.000-Einwohner-Stadt hat.

So, genug City. Wie wär’s mit einer Radtour, Golf auf den wunderschönen Anlagen oder Ziplining über die Urwaldreste der Domaine de l‘Étoile. Apropos Wald: Beeindruckend ist auch der Ebony Forest in Chamarel.

In diesem rund 50 Hektar großen Naturpark geht’s mit einem Jeep zu indigenen Tier- und Pflanzenarten. Auf gut ausgebauten Pfaden kann man mit Guides bedrohte Vögel und Echsen beobachten. Ein Muss neben dem Panoramablick: die siebenfarbige Erde – ein einzigartiges Phänomen, bei dem durch vulkanische Aktivität ein beeindruckender Farbenmix entstand.

Einen bunten Mix, den gibt’s auch im Landes-Norden in Form vieler Bars, Restaurants und Hotels. Nicht weit davon entfernt liegt das ebenso zu Marriott gehörende Westin Turtle Bay Resort & Spa mit 190 Zimmern. „Da gibt’s vom Kids-Club über sechs Restaurants bis zum rund um die Uhr offenen Fitnessraum alles“, erklärt Marketing-Managerin Ovani Umanee am Pool mit Meerblick. „Unser Hotel widerspiegelt die Insel. Hier kann man sich einfach nur wohlfühlen.“ Hier, in der paradiesischen Vielfalt von Mauritius.

Christian Mayerhofer, Kronen Zeitung

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